Moritz Scheper im Gespräch mit Jens Klein

Midissage am 15. Dezember 2019 ab 15 Uhr.
mit einem Künstlergespräch von Moritz Scheper (Künstlerischer Leiter des Neuen Essener Kunstvereins) und Jens Klein.

Wir haben Gäste am 8. November 2019

Jens Klein
Hundewege
Index eines konspirativen Alltags
08.11.2019 – 05.01.2020
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Eröffnung: Freitag, 08. November 2019 ab 20 Uhr
mit einer Wort-Lied-Performance von Frederike Bohr


HUNDEWEGE

INDEX EINES KONSPIRATIVEN ALLTAGS

Dokumente des Staatssicherheitsdienstes der Deutschen Demokratischen Republik offenbaren die jahrzehntelange Überwachung ihrer Bürger bis in ihren profanen Alltag hinein. Der Künstler Jens Klein hat sich fotografisches Material aus dem Archiv der BStU angeeignet. Befreit von informativen Bezügen und neu arrangiert zu Serien und Tableaus, erhalten die anonymen Objekte staatlicher Observation einen neuen Kontext und dienen der Befragung der eigenen Herkunft.

Jens Klein (*1970 in Apolda) lebt und arbeitet in Leipzig.
Er nahm an zahlreichen Gruppen- und Einzelausstellungen teil: u. a. im Hartware MedienKunstVerein (HMKV) , Villa Stuck, im Münchner Stadtmuseum, Deutschen Hygiene-Museum Dresden, im Albertinum/Staatliche Kunstsammlungen Dresden, in der GfZK Leipzig, Kunsthalle Erfurt. Als Einzelpublikationen erschienen u.a. Hundewege. Index eines konspirativen Alltag, Bewerber/Bewerberinnen, Helle Nacht, und Sunset. 2017 erhielt er den Dokumentarfotografie-Förderpreis der Wüstenrot Stiftung.

Jens Klein, born 1970 in Apolda (DE) His numerous group and solo exhibitions include venues such as the Villa Stuck, Munich, Münchner Stadtmuseum, Munich, Deutsches Hygiene-Museum Dresden, Albertinum / Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, Kunsthalle Erfurt. His individual publications are Hundewege: Index eines konspirativen Alltags, Bewerberinnen/Bewerber, Trittbrettfahrer der Geschichte , Helle Nacht, and Sunset. In 2017, he was awarded the Prize for Documentary Photography by the Wüstenrot Foundation. He lives and works in Leipzig.

www.jensklein.com

 

 

FREDERIKE BOHR

VON MITLÄUFERN UND WIDERSTAND – VOM RAUCHHAUS BIS ANS MEER
Eine Wort-Lied-Performance

 

Frederike Bohr

Frederike Bohr

„Wir wollen mit der Musik, die wir machen, die Menschen dazu überzeugen, dass sich alle
Menschen von ihren Unterdrückern befreien müssen. Und ich glaube, dass die Musik dabei
einen wichtigen Faktor spielen kann. Weil man mit der Musik Sätze populär machen kann.
Sätze können ein revolutionäres Moment sein.“
(O- Ton, Rio Reiser 1970)

Foto von Frederike Bohr: Jan Arlt

 

 

 

Finissage mit Jeffrey Ladd am 6.10.

 

JEFFREY LADD
THE AWFUL GERMAN LANGUAGE
30.08. – 06.10.2019

FINISSAGE AM SONNTAG
06. Oktober, 15-18 Uhr

Wir laden herzlich zur Finissage ein. Der Künstler ist anwesend.

 

KÜNSTLERBEGEGNUNG MIT JEFFREY LADD:
Zu den Öffnungszeiten am Sonntag, dem 15. September, wird der Künstler Jeffrey Ladd anwesend sein,um interessierten Besuchern Fragen zu seiner Arbeit zu beantworten.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Jeden Sonntag, 15-18 Uhr

Opening Hours: Sun 3-6pm
The artist will be present: 15 September 2019, 3-6pm

Wir haben Gäste – Jeffrey Ladd & TULP

 

JEFFREY LADD
THE AWFUL GERMAN LANGUAGE
30.08. – 06.10.2019
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Eröffnung: Freitag, 30. August 2019 ab 20 U
Live-Musik von TULP

Künstlergespräch mit Tobias Becker
-Eindrücke von der Vernissage-

ÖFFNUNGSZEITEN DER AUSSTELLUNG: JEDEN SONNTAG 15-18 UHR

THE AWFUL GERMAN LANGUAGE

2011 zog der amerikanische Fotograf Jeffrey Ladd nach Köln und begann, seine Umgebung zu fotografieren, während er die Grundlagen der deutschen Sprache lernte. Dabei sammelte er Listen interessanter deutscher Vokabeln, die er neben seinen S/W-Fotografien anordnete; zwei verschiedene Arten von Sprache – eine visuell, eine verbal – beschreiben so sein Gefühl für die neue Heimat.

The Awful German Language, das den Titel des amerikanischen Satirikers Mark Twain entlehnt, umfasst einen Zustand, in dem die Kombination von Wort und Fotografie je nach Leser Resonanz finden oder dissonant und verwirrend bleiben kann. Die Arbeit ist zum Teil von der deutschen Kinderfibel (Bilder- /Wortbücher) inspiriert, einem gängigen Lernmittel zur Objektidentifikation. Diejenigen, die fließend Deutsch sprechen, können die Gegenüberstellung „lesen“, indem sie eine direkte Verbindung zwischen bestimmten Wörtern und dem Foto auf der Seite herstellen, während die Listen mit unbekannten Begriffen für englische Leser in einer rein visuellen Form erscheinen und die Leser in der Sprache verloren gehen – Ladds Erfahrung bei der Ankunft in Deutschland.

Jeffrey Ladd ist ein amerikanischer Künstler, der 1968 in Elkins Park, Pennsylvania, geboren wurde. Der Absolvent der School of Arts lebt und arbeitet in Köln. Ladd setzt sich nicht nur künstlerisch mit dem Medium Fotografie auseinander, sondern auch in der Theorie.  Er ist Gründer von Errata Editions, einem unabhängigen Verlag, dessen Books on Books-Serie für ihr Stipendium für seltene und vergriffene Fotobücher viele Auszeichnungen erhalten hat.

In 2011 the American photographer Jeffrey Ladd moved to Koeln Germany and began photographing his surroundings while learning the basics of the German language. In the process, he collected lists of interesting German vocabulary words which he juxtaposes next to his black and white photographs; two different types of language – one visual, one verbal – describing a sense of his new home.

jeffreyladd.com

 

 

TULP

Mit Veröffentlichung von „Komm, geh“ im Jahr 2016 bewegte sich Tulp weiter in den Bereich des musikalischen Impressionismus. Auch in intimeren Solo-Sets tastet sich Kay Lehmkuhl als Sänger und Kopf der Formation ins Ungewisse vor. Der unbedacht hingeworfene Widerspruch, das Gewöhnliche, das sich bei genauerer Betrachtung als seltsam entpuppt, ist eine Triebfeder in den Texten. Meist beginnen Tulp-Songs sanft, ein ominöser Akkord nimmt Dich an die Hand, möchte Dir etwas zeigen – der Raum zwischen Indie-, Folk- und Post-Rock wird bespielt. Es geht um Wandelbarkeit, von Mensch und Musik. In bedachter Tiefe und mit kraftvollen Assoziationen wird das entschiedene Verneinen des Stillstands besungen.

Spotify
Bandcamp

 

 

 

Aic on 2019

 

AIC ON Kick-off
Freitag, den 24.05.2019, 17- 21.30 Uhr

Ort: TEMPORARY GALLERY, Mauritiuswall 35
Freie Szene als Akteur der Stadtgesellschaft – The Streets are Ours, mit | with (among others): Helle Habenicht/Unser Ebertplatz, Judith Levold/neuland, Jan Liesegang/raumlaborberlin, Nadine Müseler/Kulturamt Köln, Daniel Morsi/Initiative Niehler Freiheit, Krzysztof Nawratek, Prasanna Oommen, Benjamin Thele/Kulturamt Köln, X-SÜD AKTIVATOR und anderen.

 

Fotoraum Köln e.V.
Jan Wenzel
Instant History
Samstag, den 25.04. 15-19 Uhr
Sonntag, den 26.04. 12-16 Uhr

sowie gemeinsame Öffnungszeiten von
ACADEMYSPACE, ARTOTHEK*, ARTRMX, BRUCH & DALLAS, CAT COLOGNE*, FOTORAUM KÖLN, GEMEINDE KÖLN, GLASMOOG, GOLD+BETON, KJUBH KUNSTVEREIN, KUNSTHAUS KAT18, LABOR, LA FELCE, LTK4, MÉLANGE, MOLTKEREI WERKSTATT, Q18*, RICHAS DIGEST, SIMULTANHALLE*, STRIZZI, TEMPORARY GALLERY, TYSON, UNG5

AIC-ON FÜHRUNG
Samstag, den 26.04., 14 UHR
Lindenthal/Innenstadt mit Marian Stindt (freie Kuratorin)

Treffpunkt: Fotoraum Köln e.V. (Herderstr. 88, 50935 Köln)
danach Tyson Raum – Kjubh Kunstverein – Off Space Moltkerei Werkstatt
Dauer: ca. 2h, zu Fuß
Um Anmeldung wird gebeten unter touren@aic.cologne.

Weitere Infos und Veranstaltungen: AIC-ON

Internationale Photoszene Köln 2019

 

Jan Wenzel
Instant History
26.04 – 26.05.2019
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Eröffnung Freitag 26. April 2019 ab 20 Uhr
Im Rahmen der Internationalen Photoszene Köln 2019
mit Live-PErformance von FORMATION DOPPELHERZ 2000

 

JAN WENZEL
INSTANT HISTORY

Hier gibt es Eindrücke vom Eröffnungsabend zu sehen!

Vier Bilder in 28 Sekunden, Fotos ohne eigene Kamera, Kunst aus dem Automaten:
Die Ausstellung „Instant History“ ist eine Hommage des Künstlers Jan Wenzel an den analogen Fotoautomaten. Seit Mitte der 1990er Jahre erschafft Wenzel eigene Bildwelten, imaginäre Räume und serielle Stillleben, indem er die kleinen Passbildstreifen aus der Fotobox zu komplexen Bildtableaus montiert. „Instant History“ ist ein Selbstporträt der Maschine und eine Reflexion über das Verrinnen der Zeit.
mehr Text hier klicken…

Der Künstler Jan Wenzel , geb. 1972 in Bautzen, lebt und arbeitet heute in Leipzig. Er ist Mitgründer des Verlags Spector Books, einem Verlag am „Schnittpunkt von Kunst, Theorie und Designs.

 

Öffnungszeiten
So 15-18 Uhr

Sonderöffnungszeiten

Photoszene Wochenende
Fr. 10.05. 18-21 Uhr
Sa 11.05. + So 12.05. 11-19 Uhr

AIC-ON
Gemeinsames Wochenende der Kunstinitiativen Köln/Art Initiatives Cologne (AIC)
Sa 25.05. 15-19 Uhr
So 26.06. 14-18 Uhr

 

 


FORMATION DOPPELHERZ 2000

Die Formation Doppelherz 2000, bestehend aus den Last Heroes of Love, mutterf und Tim B., bedient seit 20 Jahren das Megathema Liebe und hat dabei ihren ganz eigenen Sound- und Wertekosmos entwickelt. Das aktuelle musikalische Therapieangebot „Emotionen müssen sich wieder lohnen“ hat bereits über 1000 Menschen zu einem glücklichen und selbstbestimmten Leben voller überwältigender Gefühle geführt. Verabreicht wird Premium Pop de Cologne; allerdings mit seinen bekannten Nebenwirkungen: Schweiß, Herzklopfen, Faszina- und Irritation. Doch es lohnt sich!

 

Finissage am 17. März 2019

Gerhard Kurtz
Daniel Sadrowski
Bäume um uns
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Am 17.März endet die Ausstellung von Gerhard Kurtz und Daniel Sadrowski im Fotoraum Köln e.V.
Alle sind herzlich zur Finissage zwischen 15 und 18 Uhr eingeladen.

 

Wir haben Gäste am 1. Februar 2019

© Daniel Sadrowski, Gerhard Kurtz

 

Gerhard Kurtz
Daniel Sadrowski

Bäume um uns
01.02 – 17.03.2019
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Eröffnung
Freitag, den 01. Februar 2019 ab 20 Uhr
mit Live-Musik von Telekinetic Bakery

Öffnungszeiten der Ausstellung: Sonntags 15-18 Uhr.
Finissage: 17. März 2019, 15-18 Uhr

Am 3. März 2019 bleibt die Ausstellung geschlossen.

»Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn …« Christian Morgenstern

Buddha fand die Erleuchtung unter einem Bodhi-Baum, für die Kelten waren Bäume von Naturgeistern und Göttern beseelt, das antike Griechenland kannte heilige Haine, im Christentum sind der Baum der Erkenntnis und der Baum des Lebens zentrale Metaphern. In der künstlerischen Darstellung ist der Baum heute wie früher von alltäglicher Präsenz. Als verbindende Linie erscheint er zwischen Himmel und Erde im Horizont, steht mit dem Erblühen der Knospen, mit seinem Blattwerk für das Leben, das Erwachen. Einzeln, aber auch in großer Anzahl, formen und prägen Bäume Landschaften und Städte: Alleen sorgen für Schatten und angenehme Temperaturen in unseren Straßen, Plätze werden von Bäumen eingefasst und der Wald ist uns als „grüne Lunge“ ein Zufluchtsort.  Aktuell stehen der Baum bzw. die vor Rodung bedrohten Wälder, weltweit für eine immer größer werdende Bewegung der Klimagerechtigkeit.

„Ich könnte nicht ohne Bäume leben, besuche sie wie Freunde“, sagt der Fotograf Gerhard Kurtz, der gemeinsam mit seinem Kollegen Daniel Sadrowski das Projekt „Bäume um uns“ realisiert hat. Ihr Sujet, der Baum im urbanen Umfeld, ist eine subjektive Annäherung der Künstler an das Thema.

Gerhard Kurtz, geboren im polnischen Zgierz, aufgewachsen auf dem Land, ist seit der Kindheit fasziniert von Bäumen. „Sie ziehen mich an, geben mir in der Stadt Halt und Struktur. Ihre Verästelung. Ihre Körperlichkeit. Ihre räumliche Struktur. Wie sie das Licht fangen, es verändern.“ Mit seinem Fotobuch „Haus, Weg, Baum“ belegte Kurtz 2005 den 2. Platz beim Aenne Biermann Preis für deutsche Gegenwartsfotografie und blieb seitdem am Thema. Auch Daniel Sadrowski ist seit langem interessiert an der Natur im urbanen Raum, hat unter anderem Fotoserien zu Tieren auf Messen oder in Zooanlagen vorgelegt. Mit einem nüchternen Blick demaskiert er die Wirklichkeit. Das ist manchmal schonungslos, immer von verblüffender Klarheit und eigener Poesie.

Daniel Sadrowski hat sich für das Projekt „Bäume unter uns“, anders als Gerhard Kurtz mit seiner fortlaufenden künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema, mit einem konkreten Ereignis beschäftigt: den Folgen des Pfingststurms, der 2014 im Ruhrgebiet heftig wütete. „Das war ein besonderer Moment“, erinnert er sich. „Die Umwelt, die man sonst als selbstverständlich wahrnimmt, durch die Naturgewalt krass verändert. Doch schon einen Tag später liefen die Menschen bei gutem Wetter fasziniert durch diese neue Welt. Der Sound der Motorsägen. Die Irritation, die da entstanden ist.“ Mit seiner Schwarzweißfotografie bringt er Nüchternheit, Klarheit, Distanz und Reflektion in den Blick auf die Naturgewalten. […]

Text: Max Florian Kühlem, Rosanna D’Ortona

 

 

Telekinetic Bakery

© Jörg Follert

Telekinetic Bakery ist ein Satellit ohne Umlaufbahn.
Im Ursprungs-Orbit der kleinen Station wurden lediglich Bilder und Sounds,
des umkreisten Planetoiden dokumentiert und miteinander verglichen.
Doch bald verliess der Satellit seine vorgezeichnete Bahn, ohne erkennbaren
Grund und trudelt seitdem durch den Raum. Destination unbekannt.
Erwähnenswert ist auch das Personal, welches scheinbar systemfern und in
unbekannter Weise von Zeit zu Zeit zu wechseln scheint.

2014 trat die Telekinetic Bakery alias Jörg Follert das erste mal im Fotoraum in Erscheinung.

telekinetic-bakery.tumblr.com

 

2018 und ein gutes neues Jahr…

Mit VITTORIO MORTAROTTI, ANUSH HAMZEHIAN, SEBASTIÁN BRUNO, NATHALIE MOHADJER, PERMABLOND, FALLIN WOLFF, WOLKE und MARIE CLAIRE DELARBER waren 2018  zwölf wunderbare Künstlerinnen und Künstler der Sparten künstlerische Fotografie, Musik und Performance im FOTORAUM KÖLN e.V. zu Gast. Hinzu kamen die Ausstellungen der Mitglieder zum Photoszene-Festival im Italienischen Kulturinstitut und im Fotoraum. Künstlergespräche, Vorträge und eine Fahrradtour anlässlich von AIC-ON durch RICHARD SPORLEDER, AURORA RODONÒ, THOMAS WENZLER-HORN und EUSEBIUS WIRDEIER rundeten das Ausstellungsjahr wunderbar ab.

Wir danken allen für ihre anregenden und intensiven Beiträge, allen Unterstützern und Förderern für ihre Hilfe
und unseren zahlreichen Besuchern für ihr reges Interesse und die langjährige Treue.
Ein gutes neues Jahr 2019 voller Inspiration wünscht der

FOTORAUM KÖLN e.V.

 

 

Finissage am 16. Dezember 2018

Nathalie Mohadjer
Zwei Bier für Haiti
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Finissage
Sonntag,  den 16. Dezember 2018, 15-18 Uhr

Am 16. Dezember endet die Ausstellung von Nathalie Mohadjer im Fotoraum Köln e.V.
Alle sind herzlich zur Finissage zwischen 15 und 18 Uhr eingeladen.

 

Wir haben Gäste am 2. November 2018

 

© Nathalie Mohadjer, Ronald im Hausflur 2010

Nathalie Mohadjer
Zwei Bier für Haiti
02.11. – 16.12.2018
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Eröffnung
Freitag, 02.November 2018 ab 20 Uhr
Performance und Sound von Marie-Claire Delarber (Baumusik)

Als im Januar 2010 ein Erdbeben Haiti erschütterte, starete Margitta, Bewohnerin des Obdachlosenheims, den Spendenaufruf „Zwei Bier für Haiti“ unter ihren Nachbarn. Jeder Bewohner solle zwei Bier weniger an einem Tag trinken. Insgesamt kamen 15 Euro zusammen.

Mit einem Gespür für behutsame Inszenierung und stille Gesten erzählt Nathalie Mohadjer über Freude und Schmerz, höchste Ausgelassenheit und tiefste Verzweiflung in einem Obdachlosenheim in Weimar.” (Silke Opitz, Emanuele Quinz: Kehrer Verlag)

MEHR INFOS:
 

Nathalie Mohadjer lebt und arbeitet in Paris.

2014 silver winner of german Photobook Award
2012 Magnum Expression Award shortlist
2011 Abisag Tüllmann Prize, Germany
2011 special mention, City of Levallois-Epson Photography Award, france
2010 VG-Bildkunst funding, Germany
2009 Lauréat Visa de L`ANI, France
2008 DAAD arts scholarship, Germany

https://www.nathaliemohadjer.com/

 

Marie-Claire Delarber

 

Marie-Claire Delarber (Baumusik) nutzt Text und Musik, Gesten und Geräusche sowie Fragmente der Popkultur um sich selbst in einem subjektiv geschilderten Coming of Age-Thriller zu inszenieren. Von der Entdeckung eigener Intimität und Verletzlichkeit bis hin zum öffentlich- politischen Statement lotet sie die Grenzen zwischen Geschlechterklischee und Geschlechteridentität aus. Durch das freie Experimentieren mit Soundtechnologien und den dazugehörigen Maschinen verschafft sie sich die Möglichkeit, starre Narrative von Herrschendem (Produzent) und Beherrschtem (elektronische Software und Equipment) außer Kraft zu setzen. Ihre Tracks schaffen einen Raum, um den hartnäckigen Gender-Dualismus, der dieser Formation eingeschrieben ist (Paul Théberge, Tara Rodgers), zu überwinden.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Sonntags 15-18 Uhr.
Finissage: 16. Dezember, 15-18 Uhr

 

 

Lindenthal to go am 28.September 2018

 

fot. bernadette jansen

Foto: bernadette jansen

 

LINDENTHAL TO GO
SOUVENIRSHOP IM FOTORAUM
28.09. – 14.10.2018
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Eröffnung
Lange Nacht der Fotografie
Freitag, 28.09. 2018 ab 19 Uhr
Musik von WOLKE, 21 Uhr

Photoszene-Festival-Wochenende
29.-30.09.2018
11-19 Uhr



Der Fotoraum Köln e.V eröffnet am 28.09.2019 die Ausstellung „Lindenthal to go – Souvenirshop im Fotoraum” von Julia Horn, Sibylle Mall und Bernadette Jansen im Rahmen des Internationalen Photoszene:
“Erinnerungen bewahrt man im Herzen, wie es so schön heißt.“ Und im Fotoraum, im Herzen von Köln Lindenthal gelegen, kann man Erinnerungen an dieses Viertel mitnehmen. Pelzmäntel auf Streichholzschachteln, Rehe am Schlüsselanhänger, der Stadtwald als Button? All das ist „Lindenthal To Go – Souvenirshop im Fotoraum”. Denn wir finden: Jeder darf und soll sich ein Stück des Klischees mit nach Hause nehmen.
Vor 130 Jahren wurde Lindenthal in die Stadt Köln eingemeindet. Das ruhige und grüne Lindenthal gilt als eines der beliebtesten Wohnviertel der Stadt. Hier leben ca. 30.480 Einwohner. Ob Stadtwald, Decksteiner Weiher, Tierpark, Univiertel und Uniklinik oder der Zentralfriedhof Melaten, dies alles gehört zu Lindenthal. Und: neben der belebten Dürener Straße, vielen Gastronomiebetrieben, Kirchen, Schulen, Seniorenwohnheimen und dem Bezirksrathaus finden sich hier zudem einige kulturelle Einrichtungen. Seit über 15 Jahren gehört auch der Fotoraum Köln e.V. als Ausstellungsplattform für zeitgenössische künstlerische Fotografie zur kulturellen Landschaft des Viertels.

Im Zuge der Ausstellungen werden auch die Einreichungen des Aufrufs “Zeig uns dein Bild von Lindenthal” gezeigt, an dem sich alle Lindenthaler, „Ureinwohner“ wie Zugezogene beteiligen konnten.

Weitere Öffnungszeiten:7.Oktober, 15-18 Uhr.
Finissage: 14.Oktober,15-18 Uhr

 

WOLKE


Wolke gehören zu den Unikaten der deutschsprachigen Popmusik. Gesang, Piano, Bass und Drumcomputer – viel mehr benötigte das Duo nicht, um mit vier Alben und einer EP ein einzigartiges Werk zu schaffen. Ausschweifende Emotionalität trifft bei Wolke auf eine nüchterne Durchführung, weshalb der Kitsch immer nur gestreift wird, das Artifizielle und das Authentische sich die Waage halten. Dennoch bringen Wolke-Songs Gefühle zum Schwingen, von denen man bislang vielleicht noch gar nicht geahnt hatte.

 

 

Aufruf verlängert bis zum 26.09.2018

Was ist Dein Lieblingsort in Lindenthal?
Wie lebst oder arbeitest Du hier?
Was ist typisch? Wer oder was ist Dir hier wichtig?
Zeige uns Deine Fotos von Lindenthal!

Vor 130 Jahren wurde Lindenthal in die Stadt Köln eingemeindet. Das ruhige und grüne Lindenthal gilt als eines der beliebtesten Wohnviertel der Stadt. Hier leben ca. 30.480 Einwohner. Ob Stadtwald, Decksteiner Weiher, Tierpark, Univiertel und Uniklinik oder der Zentralfriedhof Melaten, dies alles gehört zu Lindenthal. Und: neben der belebten Dürener Straße, vielen Gastronomiebetrieben, Kirchen, Schulen, Seniorenwohnheimen und dem Bezirksrathaus finden sich hier zudem einige kulturelle Einrichtungen. Seit über 15 Jahren gehört auch der Fotoraum Köln e.V. als Ausstellungsplattform für zeitgenössische künstlerische Fotografie zur kulturellen Landschaft des Viertels.

Am 28. September 2018 eröffnet im Fotoraum Köln e.V. die Ausstellung „Lindenthal to go“ im Rahmen des Internationalen Photoszene Festivals. Alle Lindenthalerinnen und Lindenthaler – „Ureinwohner“ wie Zugezogene – sind bis zum 26. September 2018 herzlich eingeladen, digitale Fotos ihres Stadtteils einzureichen. Der Stadtteil Lindenthal umfasst die Viertel Alt-Lindenthal, Neu-Lindenthal, Deckstein, Hohenlind, Melaten, Uni-Viertel. Mit etwas Glück werden diese Bilder Teil einer Projektion, die während der Ausstellung „Lindenthal to go“ gezeigt wird. (Bitte Teilnahmebedingungen beachten.)

Veranstalter: Fotoraum Köln e.V., Herderstr. 88, 50935 Köln
Ausstellung: „Lindenthal to go – Souvenirshop in Fotoraum“
Ausstellungszeitraum: 28.09. – 14.10.201
Eröffnung im Rahmen des Internationalen Photoszene Festivals 2018
Freitag, den 28.09.2018, 19-23 Uhr
Live-Musik: WOLKE

 

TEILNAHMEBEDINGUNGEN UND WEITERE INFOS

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG ZUM DOWNLOAD

 

 

 

 

 

Eröffnung im Italienischen Kulturinstitut am 21.September 2018

Hier gibt es Bilder von der Eröffnung zu sehen!

Das Italienische Kulturinstitut Köln präsentiert anlässlich der Photoszene 2018 Arbeiten der Kölner Fotografinnen Rosanna D’Ortona, Francesca Magistro und Luisa Zanzani zum Thema ihrer gemeinsamen italienischen Herkunft.

D’Ortona gehört zur ersten Generation der so genannten Gastarbeiter-Kinder. Das Herkunftsland der Eltern kennt sie nur idealisiert und nostalgisch aus Fotografien, Urlauben und Erzählungen. So hatte sie auch ihre dort lebende Großmutter kennengelernt. Kurz nach dem Tod der „Nonna“ wird deren bäuerlich klischeehafte Liebe zu Stoffen und Kleidung Ausgangspunkt der inszenierten Selbstportraits in den Kleidern der Großmutter.

Magistro erforscht anhand des fotografischen Familienarchivs die Art und Weise, wie sie im Wandel des Zeitgeists ihre eigene Familie fotografisch festhält. Die Beziehung Großmutter – Mutter – Tochter erhält durch einen Brief aus Kindheitstagen und die eigene Mutterrolle eine neue Dimension.

Zanzanis Arbeit widmet sich ihrer Herkunftsregion „Emilia-Romagna“, die sie vor über 10 Jahren verlassen hat und nun, aufgrund der zeitlichen und räumlichen Distanz, neu entdeckt. Die emotionale Annäherung unterwandert sie subtil durch ihre sachliche, zeitlose Bildsprache.

Die Künstlerinnen sind Teil des Fotoraum Köln e.V. und der freien Kunstszene Köln seit 2002.

Aurora Rodonò, Kulturarbeiterin, Gastarbeiterkind und Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Universität zu Köln) mit Schwerpunkt Film und Migration, begleitet die Eröffnung am 21.09.2018.

AIC-ON 2018
Gemeinsames Wochenende der KÖLNER KUNSTINITIATIVEN
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Samstag | Saturday 16.06.2018
14Uhr | 2pm
Tour 2: Lindenthal, Sülz
Mit | with Eusebius Wirdeier (DGPh)
Geführte Fahrrad-Tour | Tour by bike
Treffpunkt | Meeting Point Dürener Straße 201

Route: Fotoraum Köln e.V. – TYSON
Dauer ca. 2 Stunden | Duration approx. 2h
Anmeldung für die Tour wird empfohlen! | Prior registration is recommended! Email: touren@aic.cologne
Die Teilnahme ist kostenlos. | free of charge

Eine Fahrrad-Tour mit den Schwerpunkten Kunst, Fotografie und jüdisches Leben in Köln-Lindenthal und -Sülz. Der Fotograf Eusebius Wirdeier verbindet die Ausstellungen im Fotoraum Köln und bei TYSON. (Alle, die nicht an der Tour teilnehmen, sind herzlich eingeladen, die Ausstellung am Samstag, den 16.6. zwischen 14-19 Uhr im Fotoraum zu besuchen.)

A tour by bike focussing art, photography and Jewish Life in Cologne-Lindenthal and -Sülz with the photographer Eusebius Wirdeier, connecting the exhibitions in Fotoraum Köln an TYSON. (You are cordially invited to visit the exhibition between 2pm and 7pm, even if you are not attending the tour.)

Am Wochenende 15. bis 17.06.2018 findet bereits zum dritten Mal das gemeinsame Event der Kölner Kunstinitiativen (Art Initiatives Cologne, kurz: AIC) statt. Unter dem Titel AIC ON 2018 präsentieren 28 der 47 im Netzwerk zusammengeschlossenen freien Kunstinitiativen Ausstellungen, Aktionen, Lesungen, Performances und Konzerte. Stadtspaziergänge und ein gemeinsames Sommerfest in der Werft 5 erweitern das abwechslungsreiche Programm.

HIER DAS GESAMTE PROGRAMM UND INFOS AIC-ON 2018

Am Samstagabend, 16.06., ab 19 Uhr laden die Werft 5 & AIC zum gemeinsamen Sommerfest in die Werft 5 – Raum für Kunst (Bayenstraße 28, 50678 Köln, ) ein, die sich bei dieser Gelegenheit aus den Räumlichkeiten im Kunsthaus Rhenania verabschiedet.

 

Wir haben Gäste am 4. Mai 2018

 

© Sebastian Bruno

© Sebastian Bruno

SEBASTIÁN BRUNO
Duelos y quebrantos
04.05. – 16.06.2018
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Eröffnung mit book release
Freitag, 04.05. 2018 ab 20 Uhr
Musik von Fallinn Wolff

Bilder von der Eröffnung gibt es hier zu sehen!

Somewhere in La Mancha… A personal view on the everyday reality of a region and its timeless similarities to the golden age of Don Quixote. A journey into the heart of Spain. READ MORE | ENG

An einem Ort in der Mancha… Eine persönliche Sicht auf die Lebenswirklichkeit einer Region und ihrer zeitlosen Parallelen zum goldenen Zeitalter des Don Quijote. Eine Reise in das Herz Spaniens.

Eier, Schinken, Chorizo und Schweinespeck, manchmal auch Lammhirn, das sind die Grundzutaten von „Duelos y Quebrantos“ (Leiden und Zerbrechen), einem historisch überlieferten Gericht aus der Küche der Mancha. Eine Theorie besagt, dass diese Speise in den Zeiten der spanischen Inquisition von christlichen Konvertiten gegessen wurde, um den Bruch mit der jüdischen oder muslimischen Religion zu symbolisieren. Auch der spanische Autor Miguel de Cervantes erwähnt dieses Essen zu Beginn von „Don Quijote von der Mancha“, dem Roman, mit dem er schon vor 400 Jahren die endlosen und kargen Weiten der Hochebene im Herzen der Iberischen Halbinsel und ihre Bewohner weltberühmt machte. Der verklärte Idealismus des Don Quijote, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ mit seinen Abenteuern, Kämpfen und Niederlagen und der bauernschlaue Realismus seines Begleiters Sancho Panza, gelten für viele als Klischee der nationalen Eigenart Spaniens. Heute ist fast jeder Ort der Mancha bemüht, sich in Verbindung mit dem berühmten Dichter zu bringen. Das Land lockt mit der „Route des Don Quijote“, auf der man sich, auf über 2500 Kilometern, den Protagonisten des Romans nähern kann.

Der spanisch-argentinische Fotograf Sebastián Bruno begab sich auch auf diese Reise. Aus der Perspektive Don Quijotes taucht er tief in die Umgebung und das Leben der Einwohner ein. Die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha ist eine dünn besiedelte, wirtschaftlich stagnierende Region. Die alternde Gesellschaft ist geprägt von der Beharrlichkeit ihrer Einwohner in Bezug auf ihre jahrhundertelang gewachsenen Traditionen und Vorstellungen des moralischen Lebens, die neben den kurzlebigen Moden, den Widersprüchen des Alltags und den Veränderungen der ariden Landschaft weiterhin existieren. Bruno hinterfragt die Werte und Traditionen, Tugenden und Laster, die in dieser monotonen Wirklichkeit zu finden sind. Er porträtiert die Menschen und ihre Umgebung am Tag in der gleißenden Sonne, bei der Arbeit, zu Hause und an öffentlichen Orten oder er begegnet den Einwohnern nachts bei Prozessionen und Umzügen, wenn sie aus dem Schatten in das helle Licht des Fotoblitzes tappen, wie in eine Fotofalle.
Sebastián Brunos aufrichtige Interpretation zieht zeitlose Parallelen zwischen der historischen, von Cervantes beschriebenen Bevölkerung und der heutigen Gesellschaft.

Sebastián Bruno, spanisch-argentinischer Fotograf.sebastianbruno.com
Öffnungszeiten: Sonntags 15-18 Uhr.
Finissage im Rahmen von AIC ON 16. Juni, 14-19 Uhr

Fallinn Wolff

http://www.fallinnwolff.com/FallinnWolff_1.jpg

© Fallinn Wolff

FALLINN WOLFF creates a fairytale of stories and melodies. The musical journey brings us to a magical world, to a creature called FALLINN WOLFF. There is more than just beauty, there is also an ugly side to the world of dream pop, yes even weird things happening there. The piano playing singer- songwriter (Linn Meissner) and the cellist (Beate Wolff ) like to experiment with sounds, when making the stories of their songs come alive. Always trying to avoid the obvious pop clichee in their music. That is why they like to travel with a clanking, red toy piano and a multilingual cello.

FALLINN WOLFF schafft eine Märchenwelt aus Geschichten und Tönen. Die musikalische Reise führt uns in eine zauberhafte Welt, zu einem Wesen das sich FALLINN WOLFF nennt. Da ist mehr als nur Schönes, da ist auch Hässliches, ja sogar Unheimliches in der Welt des Dream Pop. Die klavierspielende Sängerin und Songschreiberin (Linn Meissner) und die Cellistin (Beate Wolff ) experimentieren gerne mit Sounds, um die Geschichten ihrer Songs zum Leben zu erwecken. Sie vermeiden dabei die üblichen Klischees der Popmusik. So sind ein klirrendes, rotes Kinderklavier und ein sprachbegabtes Cello immer im Gepäck.

www.fallinnwolff.com

 

EDEN

© Anush Hamzehian & Vittorio Mortarotti

 

Anush Hamzehian & Vittorio Mortarotti
EDEN
19.01. – 25.02.2018

Eröffnung im Rahmen der Reihe Wir haben Gäste
Freitag, 19. Januar 2018 ab 20 Uhr
Musik von Permablond

Das Künstlergespräch führte Richard Sporleder, Café Lehmitz

Bilder von der Eröffnung gibt es hier zu sehen! 

Eden. Für viele versinnbildlicht der biblische Begriff des Paradieses einen imaginierten Ort der Seligkeit, dessen man erst gewahr wurde, als man aus ihm für immer vertrieben wurde. Für Anush Hamzehian ist der Iran die unerreichbare Heimat, die er bei der Flucht seiner Eltern zur Zeit der Islamischen Revolution 1979 noch im Bauch der Mutter für immer verließ. Da ihm eine Einreise in das Land seiner Wurzeln verwehrt wird, entschied er sich, wenigstens so nah wie möglich an die Grenze des Irans heranzukommen. Zusammen mit dem italienischen Künstler Vittorio Mortarotti begab er sich für ihr Kunstprojekt in die Grenzstadt Agarak in Südarmenien. Dort befindet sich der einzige Grenzübergang zwischen beiden Ländern. Die Fotografien und audiovisuellen Arbeiten, die dort entstanden, sind eine subtile Reminiszenz an alle geflüchteten Menschen. Menschen, die nicht an dem Ort beheimatet sind, in dem sie leben.
Das Künstlerduo zeichnet ein intensives und sensibles Abbild der Bewohner, vermittelnt den Eindruck der Klaustrophobie und der Gewalt dieser Grenzstadt sowie der dort vorherrschenden Spannung und Unsicherheit im Transitbereich. Hier zeigen sich die Auswirkungen des Krieges und Exils auf das Einzelschicksal und die Gesellschaft: Menschen, die verbittert und enttäuscht von der Welt, untertauchen. Migranten, die den Iran auf der Suche nach Freiheit verlassen. Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden. Russische Soldaten, die die armenische Grenze gegen den gefürchteten Nachbar verteidigen. Trucker, die iranisches Öl liefern. Einwohner, die den Ort noch nie in ihrem Leben verlassen haben und die Teenager, die von besseren Tagen träumen. Eden ist eine Metapher für alle Grenzen auf dieser Welt.

Anush Hamzehian und Vittorio Mortarotti zeigen im Fotoraum eine Mehrkanalprojektion und ihr Kunstbuch “Eden”.

Öffnungszeiten: Sonntag 14-18 Uhr. Am Sonntag, den 11.2.2018 bleibt der Fotoraum geschlossen. Finissage am 25.Februar 2018, 14-18 Uhr// Opening times: Sunday 2-6pm. Exhibition is closed 11 Feburary 2018.

PERMABLOND

»Die Kölner Wave-Band Permablond sucht das musikalische Hier und Jetzt mit Blick auf ein Dort und Damals, verbindet innen mit außen und trachtet nach einem Dazwischen.«

permablond.de

 

Mit freundlicher Unterstützung von new talents

Foto: Rosanna D'Ortona *

Foto: Rosanna D’Ortona *

 

PAULA WINKLER, ZERO SOLARIS, CHRISTEL SCHULMEYER, SALONESK, AYMERIC FOUQUEZ, SAMUEL HORN,
BIRTE KAUFMANN, LUISE WEIDEHAAS, ANJA SCHLAMANN und PARCOURS:

Ein wunderbares und inspirierendes Jahr geht im Fotoraum Köln e.V. zu Ende. 2017 konnten wir 12 spannenden Künstlerinnen und Künstlern aus Fotografie und Musik eine 2017 Plattform bieten. Wir danken allen für ihre anregenden und intensiven Beiträge, allen Unterstützern für ihre Hilfe und unseren wunderbaren Gästen für ihr reges Interesse und die langjährige Treue. Wir wünschen frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr voller Inspiration!

AUFRUF
Um Euch/Ihnen 2018 auch weiterhin ein vielfältiges und umfangreiches Programm im Fotoraum bieten zu können, brauchen wir Eure/Ihre Spende an den Fotoraum Köln e.V.: IBAN: DE37 4306 0967 4102 8173 00 · BIC: GENODEM1GLS
Für eine Spendenquittung geben SIe bitte ihren Namen und die Adresse an oder schicken eine Email an: info@fotoraum-koeln.de

*Das Motiv ist 2009 entstanden, als es die erten großen Erdbeben in der Nacht vom 6. auf den 7. April in den Abruzzen gab. Kurz darauf war Ostern und die ersten Erdbebenopfer, die ihre Wohnungen nicht mehr betreten konnten, wurden mit Reisebusen zu uns in die Küstenregion gebracht. Dort bewohnten sie die Hotels der Touristenstrände. Ostermontag wurde der Schutzpatron unseres Dorfes “San Vincenzo” mit einer Prozessio und einem Straßenfest (eine von drei Hauptstraßen) geehrt. Wir haben die umliegenden Hotels mit den Erdbebenopfern eingeladen. Das ganze Dorf hat Geschenke für die Kinder gesammelt. Es war ein schönes Fest mit Livemusik, Tanz und Ständen mit Leckereien, alten Bekannten und Unbekannten. Benvenuti – das war der Schriftzug am Eingang… Er hängt jedes Jahr dort. Doch seine Bedeutung und Leuchtkraft wechseln. Rosanna D’Ortona

AIC ON 2017

 

AIC ON 2017
Birte Kaufmann
Gjakmarrje – In the blood
06/10 – 07/10/2017

Der Fotoraum Köln e.V. lädt herzlich zu AIC ON ein und präsentiert die laufende Ausstellung von Birte Kaufmann.
Die Wochenendveranstaltung AIC ON ist ein jährliches Gemeinschaftsprojekt der Kölner Kunstinitiativen.

Eine Übersicht besonderer Events im Rahmen von AIC ON 2017 sowie eine Auflistung aller Ausstellungen, die an dem Wochenende zu den gemeinsamen Kernöffnungszeiten in den beteiligten Kunstinitiativen zu sehen sind, finden Sie hier. Das Grand Finale findet schließlich am Samstag, 07.10., ab 20 Uhr, in der WERFT 5statt. Welcome everybody!

Der aktuelle gedruckte AIC-Index 2017/2018 mit Übersichtskarte liegt in den beteiligten Räumen und an zentralen Orten aus oder kann hier heruntergeladen werden.

 

Wir haben Gäste am 23. Juni 2017

ENGLISH

Foto: Aymeric Fouquez

 

Aymeric Fouquez
NORD
23.06. – 30.07.2017

Eröffnung: Freitag, 23. Juni 2017 ab 20 Uhr
Live-Musik von Samuel Horn

Bilder der Eröffnung gibt es hier zu sehen!

„Und dann mit einem Mal war die Erinnerung da…“ (Marcel Proust)

Fußballspielen zwischen Gräbern, Picknick auf den Grabsteinen, die Sonntagmorgen bei der Oma: Der französische Künstler Aymeric Fouquez verband Bilder der unzähligen Kriegsfriedhöfe des Ersten Weltkriegs in seiner Heimat lange nicht mit der historischen Schwere dieser Orte. Für ihn sind sie untrennbar mit dem Glücksgefühl unbekümmerter Kindheitstage verflochten. Wie der Geschmack der Madeleine, dem in Lindenblütentee getunkten Gebäck, im berühmten Roman von Proust, führen ihn die Gräberfelder der nordfranzösischen Landschaft und belgischen Küste in das Reich der Erinnerungen. In der Welt des kleinen Aymeric gab es dort die vielen schönen Ausflüge mit der Großmutter zu den sorgfältig gepflegten Einfriedungen in der direkten Nachbarschaft. Friedhöfe, als friedliche und sichere Orte, gut um ein Kind stets im Auge behalten zu können. Orte, an denen man als Kind dem langgehegten Traum frönen konnte: Kicken wie Michel Platini, dem Meister des französischen Fußballs. Wo ginge das besser als auf feinem „englischen Rasen“?

In Frankreich ist der Erste Weltkrieg, „La Grande Guerre“, als Teil der Erinnerungskultur anhand unzähliger Denk- und Mahnmale immer präsent. Zahlreiche Friedhöfe erinnern an die vielen geopferten Menschenleben und prägen das Landschaftsbild bis heute.HIER mehr über die Serie lesen

 


Foto: Ingo Solms / theaterfotografie.koeln

 

Samuel Horn
Diesel und Fisch

diesel und fisch und nebenan wurde
ein stahlgerüst sandgestrahlt
wir hievten das hackfleisch und eistee an bord
und gingen auf große fahrt

samuel horn (g, voc)

 

ÖFFNUNGSZEITEN: Nach der Eröffnung, jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 30. Juli 2017, 16-18 Uhr

 

 

Finissage Christel Schulmeyer

Christel Schulmeyer
Im Nahbereich
23/04 – 28/05/2017

Finissage: Sonntag, 28. Mai 2017 14-18 Uhr

Mehr lesen

Bilder von der Eröffnung gibt es hier.

Fotorecht in der Praxis

Ein Themenabend mit Rechtsanwalt Frederik Albrecht

Freitag, den 19. Mai 2017 · 19 Uhr

Fotorecht in der Praxis
Grundlegendes zu rechtlichen Themen rund um das Foto und den Fotografen.
Nach der Einführung in die Themen Persönlichkeitsrecht, Recht am Bild, Verbote und Erlaubnisse, Nutzungsrechten, Verträge und Hilfe bei Bilderklau, wird Herr Albrecht gern Fragen aus der Gruppe beantworten.
Es erwartet uns ein interessanter Abend!

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Verbindliche Anmeldung per Email bis zum 16.5.2017 an info@fotoraum-koeln.de
Eintritt / Unkostenbeitrag (inkl. Getränke und kleine Snacks): 10 €
Termin: 19. Mai 2017
Beginn: 19 Uhr
Ort: Fotoraum Köln e.V., Herderstr. 88, 50935 Köln

Rechtsanwalt Frederik Albrecht begleitet Mandanten in den Bereichen Urheberrecht, Markenrecht, Gewerblicher Rechtsschutz,  Äußerungsrecht und Presserecht, IT-Recht sowie Bankrecht.
http://albrechtanwaelte.de/rechtsanwalt-frederik-albrecht

WIR HABEN GÄSTE AM 23. APRIL 2017

 

© Nachlass Christel Schulmeyer

© Nachlass Christel Schulmeyer

 

Christel Schulmeyer
Im Nahbereich
23/04 – 28/05/2017

Eröffnung: Sonntag, 23. April 2017 16-20 Uhr

Erweiterte Öffnungszeiten Mi & Do 16-18, So 14-18 Uhr, Finissage: 28.5.2017, 14-18 Uhr

Die Einführung hält Heribert Schulmeyer
Live-Musik von Salonesk: Romantische Volkslieder

Bilder von der Eröffnung gibt es hier zu sehen.

A small village near the city of Cologne, this was Porz-Eil during the 1950s. Christel Schulmeyer (1926-2017) spent her whole life there. In the 50y she took a photo of almost every single inhabitant. Fotoraum exhibits a part of her unique and astonishing work to the public for the first time.

Im Nahbereich – Porträtaufnahmen aus Köln um 1950

Am Anfang war die Dash-Trommel. In der alten Waschmittelverpackung mit dem markanten Schriftzug lagerten, geschützt vor Staub und Lichteinfluss, viele alte Filmrollen jahrzehntelang unbeachtet. Das umfangreiche analoge Filmmaterial stammt von der Künstlerin Christel Schulmeyer aus Köln-Eil, die im Februar dieses Jahres im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Noch zu ihren Lebzeiten begannen ihr Sohn Heribert Schulmeyer und die Künstlerin und Kunstvermittlerin Barbara Räderscheidt mit der Sichtung und Digitalisierung der ungezählten Schwarzweißfilme, die fein säuberlich beschriftet, in beigen Pappdöschen auf ihre Entdeckung warteten. Erstmalig präsentiert der FOTORAUM KÖLN E.V. Auszüge aus dem Archiv von Christel Schulmeyer (1926 – 2017). Mit der Ausstellung “Im Nahbereich” leistet der Fotoraum einen Beitrag zum Erhalt von Künstlerarchiven aus der Region und setzt ein Zeichen gegen das Verschwinden von analogen Bildbeständen. Nur mit dem Erhalt von Künstlerarchiven kann der Kontext, in dem sie entstanden sind, weitervermittelt werden und die Erinnerung an Geschichte konkret bleiben. Die systematische Erschließung des Archivs von Christel Schulmeyer steht erst am Anfang.

Präsentiert werden bisher unveröffentlichte Porträtaufnahmen, die in den 1950er Jahren in Christel Schulmeyers Heimatort entstanden sind. Ein Dorf in der Nähe von Köln, das war Porz Eil in den 50er Jahren. Christel Schulmeyer lebte ihr ganzes Leben dort. Sie schreibt über ihre Umgebung und über ihre Arbeit: “Die Bewohner von Eil lebten vorwiegend vom Ackerbau und dem Verkauf selbstgebundener Heidebesen. Heute herrschen vorstädtische Bedingungen. In diesem Dorf bin ich aufgewachsen und habe immer dort gelebt. Nach dem 2. Weltkrieg brauchten alle Bewohner neue Personalausweise. Ab 1947 war ich Lehrling im Fotoladen “Reingen und Uckele” in Köln – Deutz. Ich besaß eine kleine Voigtländer Kamera (4 1/2 x 6), später eine Rolleiflex (6 x 6) und konnte an Negativmaterial kommen. Von 1947 bis in die 50er Jahre habe ich fast für das ganze Dorf Passbilder aufgenommen, habe Hochzeiten oder den 1. Schultag fotografiert. Jedes Bild kostete 1 Mark. Im Laufe der 50er Jahre änderte sich die Situation. Es gab jetzt einen Fotoladen im nahegelegenen Porz.

Mehr lesen…

ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 14-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 28. Mai, 14-18 Uhr

Opening: Sunday, 23.April 2017 4-8pm | Opening hours, sundays 2-6pm | Closing event: Sunday


 

Salonesk
Romantische Volkslieder

Salonesk im Fotoraum

Salonesk

Salonesk singt Volkslieder. Er sammelt Volkslieder.
Sie wurden umgeschrieben, neu komponiert über eine lange Zeitspanne hinweg …
Und Salonesk erweckt sie in seiner Darbietung zum Leben.

Live-Musik im Rahmen von WIR HABEN GÄSTE ab spätestens 17 Uhr, Performance circa 30 Minuten

 

Der FOTORAUM KÖLN E.V. ist Atelier – und Ausstellungsplattform zugleich. In der interdisziplinären Ausstellungsreihe “Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und setzt sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern in Beziehung. Der Verein öffnet so einen Raum für das Zwiegespräch zwischen Künstlern verschiedener Sparten sowie zwischen Künstlern und Publikum. Gezeigt werden vor allem künstlerische Positionen, die das Medium ausreizen oder ein Thema auf subtile Weise neu beleuchten und gewohnte Sichtweisen hinterfragen.

Foto: Francesca Magistro

Bilder der Eröffnung Hier klicken

Eröffnung am 5. Februar 2017, 11-14 Uhr,
Uraufführung 12 Uhr
in den Räumen der Michael Horbach Stiftung
Wormser Str. 23, 50677 Köln

Ausstellung, Videoinstallation und Soundperformance Uraufführung mit und über das MenschenSinfonieOrchester

Seit über zehn Jahren beweist das MenschenSinfonieOrchester (MSO) aus Köln das, woran heute so viele in unserer Gesellschaft zweifeln. Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Herkunft arbeiten auf Augenhöhe und mit großem Erfolg gemeinsam an einem Projekt. Die Heterogenität der Musiker charakterisiert das Schaffen des MSO, das seit 2001 deutschlandweit auftritt und das Publikum mit seinen Darbietungen begeistert. Der in Köln lebende Saxophonist und Jazzmusiker Alessandro Palmitessa lenkt die Synergien der Orchesterproben und hält die Fäden als Orchesterleiter in der Hand. 17 Musiker, aufgeteilt auf Perkussion, Bass-Gruppe, Klavier, Blasinstrumente und Gesang, gestalten mit Verve ihren typischen Orchesterklang. Das MSO „ist wohl eines der ungewöhnlichsten Symphonieorchester Deutschlands” (WDR).

In Die Materie der Welt ist das MenschenSinfonieOrchester Inspirationsquelle, Sujet und Akteur zugleich. Fasziniert von der Kraft der Synergie sowie der Ambivalenz der kulturellen und sozialen Unterschiede der Orchestermitglieder, tauchten die Fotografin Francesca Magistro und der Filmemacher Geremia Carrara bei den Proben in die Welt des Orchesters und der einzelnen Mitglieder ein. Behutsam beobachtend und erforschend sind so poetische Fragmente dieses einzigartigen Konglomerats ohne Zuschreibungen und Wertungen entstanden. In ihrer Installation aus großformatigen Fotografien und Videosequenzen lassen die beiden Künstler bewusst Lücken, die von den Musikern des MSO geschlossen werden.Zur Ausstellungseröffnung in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung wird das MenschenSinfonieOrchester unter der Leitung von Alessandro Palmitessa eigene Werke uraufführen.
Die Künstler Francesca Magistro und Geremia Carrara werden anwesend sein.
www.francescamagistro.com

Unter der Schirmherrschaft des Italienischen Kulturinstituts Köln.
05. Februar – 19. März 2017  · Mi. und Fr. 15:30-18:30 Uhr · Kunsträume der Michael Horbach Stiftung · Wormser Str. 23, 50677 Köln
Gefördert durch die VG Bild-Kunst Stiftung, das Kulturamt der Stadt Köln und den Fotoraum Köln e.V.
Mit freundlicher Unterstützung durch Michael Horbach Stiftung, new talents biennale cologne, Südstadt leben e.V., Kölner Kulturpaten, Albrecht Rechtsanwälte.

Wir haben Gäste am 18. November 2016

DE|EN

Claus Stolz
Solitär
18/11 – 18/12/2016

Eröffnung: Freitag, 18. November 2016 ab 20 Uhr

BILDER VON DER ERÖFFNUNG HIER KLICKEN

Das Künstlergespräch zur Eröffnung führt Damian Zimmermann
Live-Musik von Mythos Amerika in “Blessings of Liberty”

Licht – das liegt in der Natur der Sache – ist der wichtigste Faktor, um eine Fotografie herzustellen, denn ohne thermische oder nicht-thermische Strahlen kann auch kein Foto entstehen – in der Regel hält der analoge Film oder der Sensor einer Digitalkamera die von den fotografierten Objekten reflektierten elektromagnetischen Wellen auf. Doch wenn Claus Stolz (geboren 1963) fotografiert, will er die gesamte Kraft der Sonne für seine Bilder nutzen. Wobei: Fotografieren kann man das, was der gebürtige Mannheimer macht, eigentlich nicht nennen. Zwar benutzt er analoge Filme, eine Kamera und sehr viel   Licht für seine Bilder – aber sein Ziel ist nicht die Fixierung eines Moments und die Belichtung seines Filmmaterials, sondern nichts weniger als dessen Zerstörung durch eben diesen Moment. Denn Claus Stolz’ (Ab)bilder sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinne, sondern zeigen das, was übrig bleibt, wenn sich die Sonne bei einer Langzeitbelichtung im wahrsten Sinne des Wortes in das Negativ einbrennt: Sie erschafft ein Bild, ein Unikat, indem sie es durch Licht und Wärme zerstört.

Die Ergebnisse nennt Stolz Heliografien (also Zeichnungen der Sonne) und sie sind nahezu vollkommen abstrakt und lassen nur erahnen, was dort eigentlich genau passiert ist. Sie erinnern genauso an Mikroskop- wie an Teleskopaufnahmen, sie können genauso stark vergrößerte Zellen oder Insektenaugen wie Lichtjahre entfernte explodierende Sonnen oder Galaxien sein. Mal sind sie bunt wie ein Kaleidoskop, dann wieder einfarbig mit zahlreichen kleinen Bläschen wie bei einer Zellteilung. Mal sehen sie aus wie wahre Schmuckstücke, dann wie die Computertomografie eines menschlichen Kopfes.

All diese Erscheinungen hängen von der Intensität des Lichts, aber auch vom verwendeten Filmmaterial ab: Stolz nutzt Planfilm, also einzelne Negative, die er als Blätter in seiner robusten Mittelformatkamera verwendet und das Material für mehrere Sekunden, Minuten oder auch Stunden belichtet. Die Linse ist dabei genau auf die Sonne gerichtet bis es zu schmoren, schwelen und brennen beginnt. Es sei nicht nur ein mal vorgekommen, dass er sich dabei eine Kamera ruiniert habe, so Stolz. Kodak-Filme würden übrigens gelber brennen als Fujifilme, Agfa erzeuge hingegen Blautöne, der Schwarzweiß-Diafilm bringt allerdings feinste Grautöne mit Nuancen von Gold hevor während Ilford zu Braun neige.

Es gibt aber auch die Aufnahmen, in denen der Sonnenverlauf klar nachvollziehbar wird, weil es einen langgezogenen Licht- und Brandstreifen, vielleicht sogar unterbrochen von Wolken, die sich zwischenzeitlich vor die Sonne geschoben haben, auf dem Negativ gibt. Sie entstehen bei Belichtungen (oder sollte man hier besser von „Verbrennungen“ reden?) länger als 30 Sekunden. Mit dieser Vorgehensweise gehört Stolz eindeutig in die Kategorie der „konkreten Fotografie“ – wobei „radikale Fotografie“ sicher der passendere Begriff wäre.       

Damian Zimmermann

ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 18. Dezember, 16-18 Uhr

www.clausstolz.de | www.damianzimmermann.de

 

Mythos America
Blessings of Liberty

MYTHOS AMERIKA is based in Cologne and plays a number of instruments simultaneously using his hands, feet, limbs, and various electronic contraptions. His music is both emotionally involving and clinically aloof. His lyrics comment on common aspects of everyday life as well as bizarre phenomena of twenty-first century (cyber-)culture. He approaches the myths underlying contemporary culture with a style both playful and serious, respectful and iconoclastic. As a matter of principle, he’d like to take a stand, but refuses to choose sides.

Live-Musik im Rahmen von WIR HABEN GÄSTE ab ca. 21 Uhr, Performance circa 30 Minuten

Mythos America auf Soundcloud

 

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

+++ COFA Contemporary: Der Fotoraum Köln e.V. präsentiert in einem Gemeinschaftsprojekt mit AIC (Art Initiatives Cologne) Sarah Van Marcke und Vittorio Mortarotti auf der COFA Contemporay. 17.11.-20.11.2016, Halle 11.2 / Stand B-033 – AIC SPACES, Köln Messe/Deutz – Eingang Süd +++

Photoszene Festival Köln am 23. September 2016

 


Julia Horn · Bernadette Jansen ·
Francesca Magistro · Sibylle Mall

INNENLEBEN

Vernissage am 23.09.2016 ab 20 Uhr
mit Live-Musik von DROMO ILUVU ab 21 Uhr

»Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.« (Joachim Ringelnatz)

Gruppenausstellung von Julia Horn, Bernadette Jansen, Francesca Magistro und Sibylle Mall: Vier Facetten, die ineinander greifen, vier Perspektiven, die sich ergänzen – das ist INNENLEBEN, der Beitrag des Fotoraum Köln e.V. zum Thema „Innere Sicherheit – The State I Am In“ des Photoszene-Festivals Köln 2016.

Auf der Suche nach einem sicheren Ort entdecken wir diesen im vermeintlichen Idyll der deutschen Mittelstandsfamilie ebenso wie in scheints trostlos verlassenen Räumlichkeiten, die dann Menschen auf der Flucht als Unterschlupf dienen: Hier die Konstanz, dort die Relikte des Auf- bzw. Zusammenbruchs.
Dazu sehen wir Bilder von Familie, die ein Abenteuer illustrieren, das alltäglicher und aufregender nicht sein könnte – zerbrechlich und felsenfest zugleich, getragen von Liebe und der immerwährenden Sehnsucht nach der Unvergänglichkeit von Glück.
Dieses Zutrauen in die Sicherheit der Kindheit wird jäh erschüttert, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Menschen erschossen werden und die Unbekümmertheit des Alltags rücksichtslosen Ideologen zum Opfer fällt.
Und wir erfahren von Zuständen eines hermetischen Rückzugs. Die Wohnung, das Auto, das bildgewordene Hobby an der Wand, der Wohlstandsmüll am Straßenrand, alles wird geschlossen, verpackt, geschützt vor dem, was da draußen ist – und dadurch umso verletzlicher.

Öffnungszeiten Festival Wochenende
23.09.2016 ab 20.00h
24.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
25.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
Öffnungszeiten nach dem Festivalwochenende: jeden Sonntag von 16h – 18h (2.10., 9.10., 16.10.) geöffnet
Finissage 23.10.2016 (Informationen folgen…)

 

DROMO ILUVU



»Wenn ich singe, dann wird mir ums Herz so warm« DROMO ILUVU, Liedermacher zu Köln, Veranstalter von den Konzerten im Öffentlichen Raum.

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern. Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Vom Heiraten – On Marriage

ZEIG UNS DEIN BILD VOM HEIRATEN!

02/07 – 31/07/2016
Eröffnung: Samstag, 2. Juli 2016, 16 Uhr
Live-Musik von Max Freytag

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Volker Beck, MdB

Zahlreiche Paare aus dem In- und Ausland waren dem Aufruf gefolgt, Bilder ihrer Hochzeit für die Ausstellung „Vom Heiraten“ einzureichen. Auch Künstlerinnen wie Verena Jaekel, Freya Hattenberger und Btihal Remli beteiligten sich an der Ausstellung, die anlässlich der ColognePride präsentiert wurde. „Es hat uns sehr beeindruckt, dass so viele gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare mitgemacht haben. Sogar aus Buenos Aires, Los Angeles, Manila und Indien sind uns Hochzeitsfotos zugeschickt worden“, freute sich die Künstlerin und Kuratorin Rosanna D’Ortona.

Mit großer Freude schnitt der Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtspolitiker Volker Beck die Hochzeitstorte an und verteilte sie zusammen mit der Künstlerin Verena Jaekel an die vielen Besucher, die zur Ausstellungseröffnung in den Fotoraum Köln e.V. gekommen waren.

Bereits vor zwei Jahren hatte Volker Beck zur ColognePride die Schirmherrschaft der Ausstellung „Neue Familienportraits“ von Verena Jaekel im Fotoraum übernommen und ließ es sich auch bei der aktuellen Ausstellung „Vom Heiraten“ nicht nehmen, eine bewegende Ansprache zu halten. Schon seit Jahrzehnten engagiert er sich für die „Ehe für alle“. Volker Beck hob angesichts der vielen Hochzeitsfotos aus verschiedenen Kulturen, Religionen und Paarkonstellationen hervor, dass es allen Paaren letztlich nur um eines geht: die Liebe. Es werde Zeit, dass die Politik in Deutschland die Ehe endlich auch für gleichgeschlechtliches Paar öffne. Die Bevölkerung habe diesen Schritt schon längst vollzogen. Volker Beck dankte der Künstlerin Verena Jaekel, die mit ihren Portraits einer Hochzeitsgesellschaft zweier Männer, die Inspiration zur Ausstellung im Fotoraum Köln e.V. lieferte.
Bei Kaffee, Hochzeitstorte und einem festlichen Piano-Konzert des Musikers Max Freytagließen die Gäste, darunter auch viele Paare, die mit einem Bild in der Ausstellung vertreten sind und extra nach Köln angereist waren, die Ausstellungseröffnung ausklingen.

Hier sind Bilder von der Eröffnung zu sehen.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des ColognePride