Eröffnung im Italienischen Kulturinstitut am 21.September 2018

Das Italienische Kulturinstitut Köln präsentiert anlässlich der Photoszene 2018 Arbeiten der Kölner Fotografinnen Rosanna D’Ortona, Francesca Magistro und Luisa Zanzani zum Thema ihrer gemeinsamen italienischen Herkunft.

D’Ortona gehört zur ersten Generation der so genannten Gastarbeiter-Kinder. Das Herkunftsland der Eltern kennt sie nur idealisiert und nostalgisch aus Fotografien, Urlauben und Erzählungen. So hatte sie auch ihre dort lebende Großmutter kennengelernt. Kurz nach dem Tod der „Nonna“ wird deren bäuerlich klischeehafte Liebe zu Stoffen und Kleidung Ausgangspunkt der inszenierten Selbstportraits in den Kleidern der Großmutter.

Magistro erforscht anhand des fotografischen Familienarchivs die Art und Weise, wie sie im Wandel des Zeitgeists ihre eigene Familie fotografisch festhält. Die Beziehung Großmutter – Mutter – Tochter erhält durch einen Brief aus Kindheitstagen und die eigene Mutterrolle eine neue Dimension.

Zanzanis Arbeit widmet sich ihrer Herkunftsregion „Emilia-Romagna“, die sie vor über 10 Jahren verlassen hat und nun, aufgrund der zeitlichen und räumlichen Distanz, neu entdeckt. Die emotionale Annäherung unterwandert sie subtil durch ihre sachliche, zeitlose Bildsprache.

Die Künstlerinnen sind Teil des Fotoraum Köln e.V. und der freien Kunstszene Köln seit 2002.

Aurora Rodonò, Kulturarbeiterin, Gastarbeiterkind und Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Universität zu Köln) mit Schwerpunkt Film und Migration, begleitet die Eröffnung am 21.09.2018.

Internationale Photoszene Köln 2018

Was ist Dein Lieblingsort in Lindenthal?
Wie lebst oder arbeitest Du hier?
Was ist typisch? Wer oder was ist Dir hier wichtig?
Zeige uns Deine Fotos von Lindenthal!

Vor 130 Jahren wurde Lindenthal in die Stadt Köln eingemeindet. Das ruhige und grüne Lindenthal gilt als eines der beliebtesten Wohnviertel der Stadt. Hier leben ca. 30.480 Einwohner. Ob Stadtwald, Decksteiner Weiher, Tierpark, Univiertel und Uniklinik oder der Zentralfriedhof Melaten, dies alles gehört zu Lindenthal. Und: neben der belebten Dürener Straße, vielen Gastronomiebetrieben, Kirchen, Schulen, Seniorenwohnheimen und dem Bezirksrathaus finden sich hier zudem einige kulturelle Einrichtungen. Seit über 15 Jahren gehört auch der Fotoraum Köln e.V. als Ausstellungsplattform für zeitgenössische künstlerische Fotografie zur kulturellen Landschaft des Viertels.

Am 28. September 2018 eröffnet im Fotoraum Köln e.V. die Ausstellung „Lindenthal to go“ im Rahmen des Internationalen Photoszene Festivals. Alle Lindenthalerinnen und Lindenthaler – „Ureinwohner“ wie Zugezogene – sind bis zum 20. September 2018 herzlich eingeladen, digitale Fotos ihres Stadtteils einzureichen. Der Stadtteil Lindenthal umfasst die Viertel Alt-Lindenthal, Neu-Lindenthal, Deckstein, Hohenlind, Melaten, Uni-Viertel. Mit etwas Glück werden diese Bilder Teil einer Projektion, die während der Ausstellung „Lindenthal to go“ gezeigt wird. (Bitte Teilnahmebedingungen beachten.)

Veranstalter: Fotoraum Köln e.V., Herderstr. 88, 50935 Köln
Ausstellung: „Lindenthal to go – Souvenirshop in Fotoraum“
Ausstellungszeitraum: 28.09. – 14.10.201
Eröffnung im Rahmen des Internationalen Photoszene Festivals 2018
Freitag, den 28.09.2018, 19-23 Uhr
Live-Musik: WOLKE

 

TEILNAHMEBEDINGUNGEN UND WEITERE INFOS

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG ZUM DOWNLOAD

 

 

 

 

 

AIC-ON 2018
Gemeinsames Wochenende der KÖLNER KUNSTINITIATIVEN
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Samstag | Saturday 16.06.2018
14Uhr | 2pm
Tour 2: Lindenthal, Sülz
Mit | with Eusebius Wirdeier (DGPh)
Geführte Fahrrad-Tour | Tour by bike
Treffpunkt | Meeting Point Dürener Straße 201

Route: Fotoraum Köln e.V. – TYSON
Dauer ca. 2 Stunden | Duration approx. 2h
Anmeldung für die Tour wird empfohlen! | Prior registration is recommended! Email: touren@aic.cologne
Die Teilnahme ist kostenlos. | free of charge

Eine Fahrrad-Tour mit den Schwerpunkten Kunst, Fotografie und jüdisches Leben in Köln-Lindenthal und -Sülz. Der Fotograf Eusebius Wirdeier verbindet die Ausstellungen im Fotoraum Köln und bei TYSON. (Alle, die nicht an der Tour teilnehmen, sind herzlich eingeladen, die Ausstellung am Samstag, den 16.6. zwischen 14-19 Uhr im Fotoraum zu besuchen.)

A tour by bike focussing art, photography and Jewish Life in Cologne-Lindenthal and -Sülz with the photographer Eusebius Wirdeier, connecting the exhibitions in Fotoraum Köln an TYSON. (You are cordially invited to visit the exhibition between 2pm and 7pm, even if you are not attending the tour.)

Am Wochenende 15. bis 17.06.2018 findet bereits zum dritten Mal das gemeinsame Event der Kölner Kunstinitiativen (Art Initiatives Cologne, kurz: AIC) statt. Unter dem Titel AIC ON 2018 präsentieren 28 der 47 im Netzwerk zusammengeschlossenen freien Kunstinitiativen Ausstellungen, Aktionen, Lesungen, Performances und Konzerte. Stadtspaziergänge und ein gemeinsames Sommerfest in der Werft 5 erweitern das abwechslungsreiche Programm.

HIER DAS GESAMTE PROGRAMM UND INFOS AIC-ON 2018

Am Samstagabend, 16.06., ab 19 Uhr laden die Werft 5 & AIC zum gemeinsamen Sommerfest in die Werft 5 – Raum für Kunst (Bayenstraße 28, 50678 Köln, ) ein, die sich bei dieser Gelegenheit aus den Räumlichkeiten im Kunsthaus Rhenania verabschiedet.

 

Wir haben Gäste am 4. Mai 2018

 

© Sebastian Bruno

© Sebastian Bruno

SEBASTIÁN BRUNO
Duelos y quebrantos
04.05. – 16.06.2018
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Eröffnung mit book release
Freitag, 04.05. 2018 ab 20 Uhr
Musik von Fallinn Wolff

Bilder von der Eröffnung gibt es hier zu sehen!

Somewhere in La Mancha… A personal view on the everyday reality of a region and its timeless similarities to the golden age of Don Quixote. A journey into the heart of Spain. READ MORE | ENG

An einem Ort in der Mancha… Eine persönliche Sicht auf die Lebenswirklichkeit einer Region und ihrer zeitlosen Parallelen zum goldenen Zeitalter des Don Quijote. Eine Reise in das Herz Spaniens.

Eier, Schinken, Chorizo und Schweinespeck, manchmal auch Lammhirn, das sind die Grundzutaten von „Duelos y Quebrantos“ (Leiden und Zerbrechen), einem historisch überlieferten Gericht aus der Küche der Mancha. Eine Theorie besagt, dass diese Speise in den Zeiten der spanischen Inquisition von christlichen Konvertiten gegessen wurde, um den Bruch mit der jüdischen oder muslimischen Religion zu symbolisieren. Auch der spanische Autor Miguel de Cervantes erwähnt dieses Essen zu Beginn von „Don Quijote von der Mancha“, dem Roman, mit dem er schon vor 400 Jahren die endlosen und kargen Weiten der Hochebene im Herzen der Iberischen Halbinsel und ihre Bewohner weltberühmt machte. Der verklärte Idealismus des Don Quijote, dem „Ritter von der traurigen Gestalt“ mit seinen Abenteuern, Kämpfen und Niederlagen und der bauernschlaue Realismus seines Begleiters Sancho Panza, gelten für viele als Klischee der nationalen Eigenart Spaniens. Heute ist fast jeder Ort der Mancha bemüht, sich in Verbindung mit dem berühmten Dichter zu bringen. Das Land lockt mit der „Route des Don Quijote“, auf der man sich, auf über 2500 Kilometern, den Protagonisten des Romans nähern kann.

Der spanisch-argentinische Fotograf Sebastián Bruno begab sich auch auf diese Reise. Aus der Perspektive Don Quijotes taucht er tief in die Umgebung und das Leben der Einwohner ein. Die autonome Gemeinschaft Kastilien-La Mancha ist eine dünn besiedelte, wirtschaftlich stagnierende Region. Die alternde Gesellschaft ist geprägt von der Beharrlichkeit ihrer Einwohner in Bezug auf ihre jahrhundertelang gewachsenen Traditionen und Vorstellungen des moralischen Lebens, die neben den kurzlebigen Moden, den Widersprüchen des Alltags und den Veränderungen der ariden Landschaft weiterhin existieren. Bruno hinterfragt die Werte und Traditionen, Tugenden und Laster, die in dieser monotonen Wirklichkeit zu finden sind. Er porträtiert die Menschen und ihre Umgebung am Tag in der gleißenden Sonne, bei der Arbeit, zu Hause und an öffentlichen Orten oder er begegnet den Einwohnern nachts bei Prozessionen und Umzügen, wenn sie aus dem Schatten in das helle Licht des Fotoblitzes tappen, wie in eine Fotofalle.
Sebastián Brunos aufrichtige Interpretation zieht zeitlose Parallelen zwischen der historischen, von Cervantes beschriebenen Bevölkerung und der heutigen Gesellschaft.

Sebastián Bruno, spanisch-argentinischer Fotograf.sebastianbruno.com
Öffnungszeiten: Sonntags 15-18 Uhr.
Finissage im Rahmen von AIC ON 16. Juni, 14-19 Uhr

Fallinn Wolff

http://www.fallinnwolff.com/FallinnWolff_1.jpg

© Fallinn Wolff

FALLINN WOLFF creates a fairytale of stories and melodies. The musical journey brings us to a magical world, to a creature called FALLINN WOLFF. There is more than just beauty, there is also an ugly side to the world of dream pop, yes even weird things happening there. The piano playing singer- songwriter (Linn Meissner) and the cellist (Beate Wolff ) like to experiment with sounds, when making the stories of their songs come alive. Always trying to avoid the obvious pop clichee in their music. That is why they like to travel with a clanking, red toy piano and a multilingual cello.

FALLINN WOLFF schafft eine Märchenwelt aus Geschichten und Tönen. Die musikalische Reise führt uns in eine zauberhafte Welt, zu einem Wesen das sich FALLINN WOLFF nennt. Da ist mehr als nur Schönes, da ist auch Hässliches, ja sogar Unheimliches in der Welt des Dream Pop. Die klavierspielende Sängerin und Songschreiberin (Linn Meissner) und die Cellistin (Beate Wolff ) experimentieren gerne mit Sounds, um die Geschichten ihrer Songs zum Leben zu erwecken. Sie vermeiden dabei die üblichen Klischees der Popmusik. So sind ein klirrendes, rotes Kinderklavier und ein sprachbegabtes Cello immer im Gepäck.

www.fallinnwolff.com

 

EDEN

© Anush Hamzehian & Vittorio Mortarotti

 

Anush Hamzehian & Vittorio Mortarotti
EDEN
19.01. – 25.02.2018
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Eröffnung im Rahmen der Reihe Wir haben Gäste
Freitag, 19. Januar 2018 ab 20 Uhr
Musik von Permablond

Das Künstlergespräch führte Richard Sporleder, Café Lehmitz

Bilder von der Eröffnung gibt es hier zu sehen! 

Eden. Für viele versinnbildlicht der biblische Begriff des Paradieses einen imaginierten Ort der Seligkeit, dessen man erst gewahr wurde, als man aus ihm für immer vertrieben wurde. Für Anush Hamzehian ist der Iran die unerreichbare Heimat, die er bei der Flucht seiner Eltern zur Zeit der Islamischen Revolution 1979 noch im Bauch der Mutter für immer verließ. Da ihm eine Einreise in das Land seiner Wurzeln verwehrt wird, entschied er sich, wenigstens so nah wie möglich an die Grenze des Irans heranzukommen. Zusammen mit dem italienischen Künstler Vittorio Mortarotti begab er sich für ihr Kunstprojekt in die Grenzstadt Agarak in Südarmenien. Dort befindet sich der einzige Grenzübergang zwischen beiden Ländern. Die Fotografien und audiovisuellen Arbeiten, die dort entstanden, sind eine subtile Reminiszenz an alle geflüchteten Menschen. Menschen, die nicht an dem Ort beheimatet sind, in dem sie leben.
Das Künstlerduo zeichnet ein intensives und sensibles Abbild der Bewohner, vermittelnt den Eindruck der Klaustrophobie und der Gewalt dieser Grenzstadt sowie der dort vorherrschenden Spannung und Unsicherheit im Transitbereich. Hier zeigen sich die Auswirkungen des Krieges und Exils auf das Einzelschicksal und die Gesellschaft: Menschen, die verbittert und enttäuscht von der Welt, untertauchen. Migranten, die den Iran auf der Suche nach Freiheit verlassen. Frauen, die in die Prostitution gezwungen werden. Russische Soldaten, die die armenische Grenze gegen den gefürchteten Nachbar verteidigen. Trucker, die iranisches Öl liefern. Einwohner, die den Ort noch nie in ihrem Leben verlassen haben und die Teenager, die von besseren Tagen träumen. Eden ist eine Metapher für alle Grenzen auf dieser Welt.

Anush Hamzehian und Vittorio Mortarotti zeigen im Fotoraum eine Mehrkanalprojektion und ihr Kunstbuch “Eden”.

Öffnungszeiten: Sonntag 14-18 Uhr. Am Sonntag, den 11.2.2018 bleibt der Fotoraum geschlossen. Finissage am 25.Februar 2018, 14-18 Uhr// Opening times: Sunday 2-6pm. Exhibition is closed 11 Feburary 2018.

PERMABLOND

»Die Kölner Wave-Band Permablond sucht das musikalische Hier und Jetzt mit Blick auf ein Dort und Damals, verbindet innen mit außen und trachtet nach einem Dazwischen.«

permablond.de

 

Mit freundlicher Unterstützung von new talents

Foto: Rosanna D'Ortona *

Foto: Rosanna D’Ortona *

 

PAULA WINKLER, ZERO SOLARIS, CHRISTEL SCHULMEYER, SALONESK, AYMERIC FOUQUEZ, SAMUEL HORN,
BIRTE KAUFMANN, LUISE WEIDEHAAS, ANJA SCHLAMANN und PARCOURS:

Ein wunderbares und inspirierendes Jahr geht im Fotoraum Köln e.V. zu Ende. 2017 konnten wir 12 spannenden Künstlerinnen und Künstlern aus Fotografie und Musik eine 2017 Plattform bieten. Wir danken allen für ihre anregenden und intensiven Beiträge, allen Unterstützern für ihre Hilfe und unseren wunderbaren Gästen für ihr reges Interesse und die langjährige Treue. Wir wünschen frohe Festtage und ein gutes Neues Jahr voller Inspiration!

AUFRUF
Um Euch/Ihnen 2018 auch weiterhin ein vielfältiges und umfangreiches Programm im Fotoraum bieten zu können, brauchen wir Eure/Ihre Spende an den Fotoraum Köln e.V.: IBAN: DE37 4306 0967 4102 8173 00 · BIC: GENODEM1GLS
Für eine Spendenquittung geben SIe bitte ihren Namen und die Adresse an oder schicken eine Email an: info@fotoraum-koeln.de

*Das Motiv ist 2009 entstanden, als es die erten großen Erdbeben in der Nacht vom 6. auf den 7. April in den Abruzzen gab. Kurz darauf war Ostern und die ersten Erdbebenopfer, die ihre Wohnungen nicht mehr betreten konnten, wurden mit Reisebusen zu uns in die Küstenregion gebracht. Dort bewohnten sie die Hotels der Touristenstrände. Ostermontag wurde der Schutzpatron unseres Dorfes “San Vincenzo” mit einer Prozessio und einem Straßenfest (eine von drei Hauptstraßen) geehrt. Wir haben die umliegenden Hotels mit den Erdbebenopfern eingeladen. Das ganze Dorf hat Geschenke für die Kinder gesammelt. Es war ein schönes Fest mit Livemusik, Tanz und Ständen mit Leckereien, alten Bekannten und Unbekannten. Benvenuti – das war der Schriftzug am Eingang… Er hängt jedes Jahr dort. Doch seine Bedeutung und Leuchtkraft wechseln. Rosanna D’Ortona

AIC ON 2017

 

AIC ON 2017
Birte Kaufmann
Gjakmarrje – In the blood
06/10 – 07/10/2017

Der Fotoraum Köln e.V. lädt herzlich zu AIC ON ein und präsentiert die laufende Ausstellung von Birte Kaufmann.
Die Wochenendveranstaltung AIC ON ist ein jährliches Gemeinschaftsprojekt der Kölner Kunstinitiativen.

Eine Übersicht besonderer Events im Rahmen von AIC ON 2017 sowie eine Auflistung aller Ausstellungen, die an dem Wochenende zu den gemeinsamen Kernöffnungszeiten in den beteiligten Kunstinitiativen zu sehen sind, finden Sie hier. Das Grand Finale findet schließlich am Samstag, 07.10., ab 20 Uhr, in der WERFT 5statt. Welcome everybody!

Der aktuelle gedruckte AIC-Index 2017/2018 mit Übersichtskarte liegt in den beteiligten Räumen und an zentralen Orten aus oder kann hier heruntergeladen werden.

 

Wir haben Gäste am 23. Juni 2017

ENGLISH

Foto: Aymeric Fouquez

 

Aymeric Fouquez
NORD
23.06. – 30.07.2017
-
Eröffnung: Freitag, 23. Juni 2017 ab 20 Uhr
Live-Musik von Samuel Horn

Bilder der Eröffnung gibt es hier zu sehen!

„Und dann mit einem Mal war die Erinnerung da…“ (Marcel Proust)

Fußballspielen zwischen Gräbern, Picknick auf den Grabsteinen, die Sonntagmorgen bei der Oma: Der französische Künstler Aymeric Fouquez verband Bilder der unzähligen Kriegsfriedhöfe des Ersten Weltkriegs in seiner Heimat lange nicht mit der historischen Schwere dieser Orte. Für ihn sind sie untrennbar mit dem Glücksgefühl unbekümmerter Kindheitstage verflochten. Wie der Geschmack der Madeleine, dem in Lindenblütentee getunkten Gebäck, im berühmten Roman von Proust, führen ihn die Gräberfelder der nordfranzösischen Landschaft und belgischen Küste in das Reich der Erinnerungen. In der Welt des kleinen Aymeric gab es dort die vielen schönen Ausflüge mit der Großmutter zu den sorgfältig gepflegten Einfriedungen in der direkten Nachbarschaft. Friedhöfe, als friedliche und sichere Orte, gut um ein Kind stets im Auge behalten zu können. Orte, an denen man als Kind dem langgehegten Traum frönen konnte: Kicken wie Michel Platini, dem Meister des französischen Fußballs. Wo ginge das besser als auf feinem „englischen Rasen“?

In Frankreich ist der Erste Weltkrieg, „La Grande Guerre“, als Teil der Erinnerungskultur anhand unzähliger Denk- und Mahnmale immer präsent. Zahlreiche Friedhöfe erinnern an die vielen geopferten Menschenleben und prägen das Landschaftsbild bis heute.HIER mehr über die Serie lesen

 


Foto: Ingo Solms / theaterfotografie.koeln

 

Samuel Horn
Diesel und Fisch

diesel und fisch und nebenan wurde
ein stahlgerüst sandgestrahlt
wir hievten das hackfleisch und eistee an bord
und gingen auf große fahrt

samuel horn (g, voc)

 

ÖFFNUNGSZEITEN: Nach der Eröffnung, jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 30. Juli 2017, 16-18 Uhr

 

 

Finissage Christel Schulmeyer

Christel Schulmeyer
Im Nahbereich
23/04 – 28/05/2017
-
Finissage: Sonntag, 28. Mai 2017 14-18 Uhr

Mehr lesen

Bilder von der Eröffnung gibt es hier.

Fotorecht in der Praxis

Ein Themenabend mit Rechtsanwalt Frederik Albrecht
-
Freitag, den 19. Mai 2017 · 19 Uhr

Fotorecht in der Praxis
Grundlegendes zu rechtlichen Themen rund um das Foto und den Fotografen.
Nach der Einführung in die Themen Persönlichkeitsrecht, Recht am Bild, Verbote und Erlaubnisse, Nutzungsrechten, Verträge und Hilfe bei Bilderklau, wird Herr Albrecht gern Fragen aus der Gruppe beantworten.
Es erwartet uns ein interessanter Abend!

Die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich.
Verbindliche Anmeldung per Email bis zum 16.5.2017 an info@fotoraum-koeln.de
Eintritt / Unkostenbeitrag (inkl. Getränke und kleine Snacks): 10 €
Termin: 19. Mai 2017
Beginn: 19 Uhr
Ort: Fotoraum Köln e.V., Herderstr. 88, 50935 Köln

Rechtsanwalt Frederik Albrecht begleitet Mandanten in den Bereichen Urheberrecht, Markenrecht, Gewerblicher Rechtsschutz,  Äußerungsrecht und Presserecht, IT-Recht sowie Bankrecht.
http://albrechtanwaelte.de/rechtsanwalt-frederik-albrecht

WIR HABEN GÄSTE AM 23. APRIL 2017

 

© Nachlass Christel Schulmeyer

© Nachlass Christel Schulmeyer

 

Christel Schulmeyer
Im Nahbereich
23/04 – 28/05/2017
-
Eröffnung: Sonntag, 23. April 2017 16-20 Uhr

Erweiterte Öffnungszeiten Mi & Do 16-18, So 14-18 Uhr, Finissage: 28.5.2017, 14-18 Uhr

Die Einführung hält Heribert Schulmeyer
Live-Musik von Salonesk: Romantische Volkslieder

Bilder von der Eröffnung gibt es hier zu sehen.

A small village near the city of Cologne, this was Porz-Eil during the 1950s. Christel Schulmeyer (1926-2017) spent her whole life there. In the 50y she took a photo of almost every single inhabitant. Fotoraum exhibits a part of her unique and astonishing work to the public for the first time.

Im Nahbereich – Porträtaufnahmen aus Köln um 1950

Am Anfang war die Dash-Trommel. In der alten Waschmittelverpackung mit dem markanten Schriftzug lagerten, geschützt vor Staub und Lichteinfluss, viele alte Filmrollen jahrzehntelang unbeachtet. Das umfangreiche analoge Filmmaterial stammt von der Künstlerin Christel Schulmeyer aus Köln-Eil, die im Februar dieses Jahres im Alter von 90 Jahren verstorben ist. Noch zu ihren Lebzeiten begannen ihr Sohn Heribert Schulmeyer und die Künstlerin und Kunstvermittlerin Barbara Räderscheidt mit der Sichtung und Digitalisierung der ungezählten Schwarzweißfilme, die fein säuberlich beschriftet, in beigen Pappdöschen auf ihre Entdeckung warteten. Erstmalig präsentiert der FOTORAUM KÖLN E.V. Auszüge aus dem Archiv von Christel Schulmeyer (1926 – 2017). Mit der Ausstellung “Im Nahbereich” leistet der Fotoraum einen Beitrag zum Erhalt von Künstlerarchiven aus der Region und setzt ein Zeichen gegen das Verschwinden von analogen Bildbeständen. Nur mit dem Erhalt von Künstlerarchiven kann der Kontext, in dem sie entstanden sind, weitervermittelt werden und die Erinnerung an Geschichte konkret bleiben. Die systematische Erschließung des Archivs von Christel Schulmeyer steht erst am Anfang.

Präsentiert werden bisher unveröffentlichte Porträtaufnahmen, die in den 1950er Jahren in Christel Schulmeyers Heimatort entstanden sind. Ein Dorf in der Nähe von Köln, das war Porz Eil in den 50er Jahren. Christel Schulmeyer lebte ihr ganzes Leben dort. Sie schreibt über ihre Umgebung und über ihre Arbeit: “Die Bewohner von Eil lebten vorwiegend vom Ackerbau und dem Verkauf selbstgebundener Heidebesen. Heute herrschen vorstädtische Bedingungen. In diesem Dorf bin ich aufgewachsen und habe immer dort gelebt. Nach dem 2. Weltkrieg brauchten alle Bewohner neue Personalausweise. Ab 1947 war ich Lehrling im Fotoladen “Reingen und Uckele” in Köln – Deutz. Ich besaß eine kleine Voigtländer Kamera (4 1/2 x 6), später eine Rolleiflex (6 x 6) und konnte an Negativmaterial kommen. Von 1947 bis in die 50er Jahre habe ich fast für das ganze Dorf Passbilder aufgenommen, habe Hochzeiten oder den 1. Schultag fotografiert. Jedes Bild kostete 1 Mark. Im Laufe der 50er Jahre änderte sich die Situation. Es gab jetzt einen Fotoladen im nahegelegenen Porz.

Mehr lesen…

ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 14-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 28. Mai, 14-18 Uhr

Opening: Sunday, 23.April 2017 4-8pm | Opening hours, sundays 2-6pm | Closing event: Sunday


 

Salonesk
Romantische Volkslieder

Salonesk im Fotoraum

Salonesk

Salonesk singt Volkslieder. Er sammelt Volkslieder.
Sie wurden umgeschrieben, neu komponiert über eine lange Zeitspanne hinweg …
Und Salonesk erweckt sie in seiner Darbietung zum Leben.

Live-Musik im Rahmen von WIR HABEN GÄSTE ab spätestens 17 Uhr, Performance circa 30 Minuten

 

Der FOTORAUM KÖLN E.V. ist Atelier – und Ausstellungsplattform zugleich. In der interdisziplinären Ausstellungsreihe “Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und setzt sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern in Beziehung. Der Verein öffnet so einen Raum für das Zwiegespräch zwischen Künstlern verschiedener Sparten sowie zwischen Künstlern und Publikum. Gezeigt werden vor allem künstlerische Positionen, die das Medium ausreizen oder ein Thema auf subtile Weise neu beleuchten und gewohnte Sichtweisen hinterfragen.

Foto: Francesca Magistro

Bilder der Eröffnung Hier klicken

Eröffnung am 5. Februar 2017, 11-14 Uhr,
Uraufführung 12 Uhr
in den Räumen der Michael Horbach Stiftung
Wormser Str. 23, 50677 Köln

Ausstellung, Videoinstallation und Soundperformance Uraufführung mit und über das MenschenSinfonieOrchester

Seit über zehn Jahren beweist das MenschenSinfonieOrchester (MSO) aus Köln das, woran heute so viele in unserer Gesellschaft zweifeln. Menschen unterschiedlichster kultureller und sozialer Herkunft arbeiten auf Augenhöhe und mit großem Erfolg gemeinsam an einem Projekt. Die Heterogenität der Musiker charakterisiert das Schaffen des MSO, das seit 2001 deutschlandweit auftritt und das Publikum mit seinen Darbietungen begeistert. Der in Köln lebende Saxophonist und Jazzmusiker Alessandro Palmitessa lenkt die Synergien der Orchesterproben und hält die Fäden als Orchesterleiter in der Hand. 17 Musiker, aufgeteilt auf Perkussion, Bass-Gruppe, Klavier, Blasinstrumente und Gesang, gestalten mit Verve ihren typischen Orchesterklang. Das MSO „ist wohl eines der ungewöhnlichsten Symphonieorchester Deutschlands” (WDR).

In Die Materie der Welt ist das MenschenSinfonieOrchester Inspirationsquelle, Sujet und Akteur zugleich. Fasziniert von der Kraft der Synergie sowie der Ambivalenz der kulturellen und sozialen Unterschiede der Orchestermitglieder, tauchten die Fotografin Francesca Magistro und der Filmemacher Geremia Carrara bei den Proben in die Welt des Orchesters und der einzelnen Mitglieder ein. Behutsam beobachtend und erforschend sind so poetische Fragmente dieses einzigartigen Konglomerats ohne Zuschreibungen und Wertungen entstanden. In ihrer Installation aus großformatigen Fotografien und Videosequenzen lassen die beiden Künstler bewusst Lücken, die von den Musikern des MSO geschlossen werden.Zur Ausstellungseröffnung in den Kunsträumen der Michael Horbach Stiftung wird das MenschenSinfonieOrchester unter der Leitung von Alessandro Palmitessa eigene Werke uraufführen.
Die Künstler Francesca Magistro und Geremia Carrara werden anwesend sein.
www.francescamagistro.com

Unter der Schirmherrschaft des Italienischen Kulturinstituts Köln.
05. Februar – 19. März 2017  · Mi. und Fr. 15:30-18:30 Uhr · Kunsträume der Michael Horbach Stiftung · Wormser Str. 23, 50677 Köln
Gefördert durch die VG Bild-Kunst Stiftung, das Kulturamt der Stadt Köln und den Fotoraum Köln e.V.
Mit freundlicher Unterstützung durch Michael Horbach Stiftung, new talents biennale cologne, Südstadt leben e.V., Kölner Kulturpaten, Albrecht Rechtsanwälte.

Wir haben Gäste am 18. November 2016

DE|EN

Claus Stolz
Solitär
18/11 – 18/12/2016
-
Eröffnung: Freitag, 18. November 2016 ab 20 Uhr

BILDER VON DER ERÖFFNUNG HIER KLICKEN

Das Künstlergespräch zur Eröffnung führt Damian Zimmermann
Live-Musik von Mythos Amerika in “Blessings of Liberty”

Licht – das liegt in der Natur der Sache – ist der wichtigste Faktor, um eine Fotografie herzustellen, denn ohne thermische oder nicht-thermische Strahlen kann auch kein Foto entstehen – in der Regel hält der analoge Film oder der Sensor einer Digitalkamera die von den fotografierten Objekten reflektierten elektromagnetischen Wellen auf. Doch wenn Claus Stolz (geboren 1963) fotografiert, will er die gesamte Kraft der Sonne für seine Bilder nutzen. Wobei: Fotografieren kann man das, was der gebürtige Mannheimer macht, eigentlich nicht nennen. Zwar benutzt er analoge Filme, eine Kamera und sehr viel   Licht für seine Bilder – aber sein Ziel ist nicht die Fixierung eines Moments und die Belichtung seines Filmmaterials, sondern nichts weniger als dessen Zerstörung durch eben diesen Moment. Denn Claus Stolz’ (Ab)bilder sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinne, sondern zeigen das, was übrig bleibt, wenn sich die Sonne bei einer Langzeitbelichtung im wahrsten Sinne des Wortes in das Negativ einbrennt: Sie erschafft ein Bild, ein Unikat, indem sie es durch Licht und Wärme zerstört.

Die Ergebnisse nennt Stolz Heliografien (also Zeichnungen der Sonne) und sie sind nahezu vollkommen abstrakt und lassen nur erahnen, was dort eigentlich genau passiert ist. Sie erinnern genauso an Mikroskop- wie an Teleskopaufnahmen, sie können genauso stark vergrößerte Zellen oder Insektenaugen wie Lichtjahre entfernte explodierende Sonnen oder Galaxien sein. Mal sind sie bunt wie ein Kaleidoskop, dann wieder einfarbig mit zahlreichen kleinen Bläschen wie bei einer Zellteilung. Mal sehen sie aus wie wahre Schmuckstücke, dann wie die Computertomografie eines menschlichen Kopfes.

All diese Erscheinungen hängen von der Intensität des Lichts, aber auch vom verwendeten Filmmaterial ab: Stolz nutzt Planfilm, also einzelne Negative, die er als Blätter in seiner robusten Mittelformatkamera verwendet und das Material für mehrere Sekunden, Minuten oder auch Stunden belichtet. Die Linse ist dabei genau auf die Sonne gerichtet bis es zu schmoren, schwelen und brennen beginnt. Es sei nicht nur ein mal vorgekommen, dass er sich dabei eine Kamera ruiniert habe, so Stolz. Kodak-Filme würden übrigens gelber brennen als Fujifilme, Agfa erzeuge hingegen Blautöne, der Schwarzweiß-Diafilm bringt allerdings feinste Grautöne mit Nuancen von Gold hevor während Ilford zu Braun neige.

Es gibt aber auch die Aufnahmen, in denen der Sonnenverlauf klar nachvollziehbar wird, weil es einen langgezogenen Licht- und Brandstreifen, vielleicht sogar unterbrochen von Wolken, die sich zwischenzeitlich vor die Sonne geschoben haben, auf dem Negativ gibt. Sie entstehen bei Belichtungen (oder sollte man hier besser von „Verbrennungen“ reden?) länger als 30 Sekunden. Mit dieser Vorgehensweise gehört Stolz eindeutig in die Kategorie der „konkreten Fotografie“ – wobei „radikale Fotografie“ sicher der passendere Begriff wäre.       

Damian Zimmermann

ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 18. Dezember, 16-18 Uhr

www.clausstolz.de | www.damianzimmermann.de

 

Mythos America
Blessings of Liberty

MYTHOS AMERIKA is based in Cologne and plays a number of instruments simultaneously using his hands, feet, limbs, and various electronic contraptions. His music is both emotionally involving and clinically aloof. His lyrics comment on common aspects of everyday life as well as bizarre phenomena of twenty-first century (cyber-)culture. He approaches the myths underlying contemporary culture with a style both playful and serious, respectful and iconoclastic. As a matter of principle, he’d like to take a stand, but refuses to choose sides.

Live-Musik im Rahmen von WIR HABEN GÄSTE ab ca. 21 Uhr, Performance circa 30 Minuten

Mythos America auf Soundcloud

 

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

+++ COFA Contemporary: Der Fotoraum Köln e.V. präsentiert in einem Gemeinschaftsprojekt mit AIC (Art Initiatives Cologne) Sarah Van Marcke und Vittorio Mortarotti auf der COFA Contemporay. 17.11.-20.11.2016, Halle 11.2 / Stand B-033 – AIC SPACES, Köln Messe/Deutz – Eingang Süd +++

Photoszene Festival Köln am 23. September 2016

 


Julia Horn · Bernadette Jansen ·
Francesca Magistro · Sibylle Mall

INNENLEBEN

Vernissage am 23.09.2016 ab 20 Uhr
mit Live-Musik von DROMO ILUVU ab 21 Uhr

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»Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.« (Joachim Ringelnatz)

Gruppenausstellung von Julia Horn, Bernadette Jansen, Francesca Magistro und Sibylle Mall: Vier Facetten, die ineinander greifen, vier Perspektiven, die sich ergänzen – das ist INNENLEBEN, der Beitrag des Fotoraum Köln e.V. zum Thema „Innere Sicherheit – The State I Am In“ des Photoszene-Festivals Köln 2016.

Auf der Suche nach einem sicheren Ort entdecken wir diesen im vermeintlichen Idyll der deutschen Mittelstandsfamilie ebenso wie in scheints trostlos verlassenen Räumlichkeiten, die dann Menschen auf der Flucht als Unterschlupf dienen: Hier die Konstanz, dort die Relikte des Auf- bzw. Zusammenbruchs.
Dazu sehen wir Bilder von Familie, die ein Abenteuer illustrieren, das alltäglicher und aufregender nicht sein könnte – zerbrechlich und felsenfest zugleich, getragen von Liebe und der immerwährenden Sehnsucht nach der Unvergänglichkeit von Glück.
Dieses Zutrauen in die Sicherheit der Kindheit wird jäh erschüttert, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Menschen erschossen werden und die Unbekümmertheit des Alltags rücksichtslosen Ideologen zum Opfer fällt.
Und wir erfahren von Zuständen eines hermetischen Rückzugs. Die Wohnung, das Auto, das bildgewordene Hobby an der Wand, der Wohlstandsmüll am Straßenrand, alles wird geschlossen, verpackt, geschützt vor dem, was da draußen ist – und dadurch umso verletzlicher.

Öffnungszeiten Festival Wochenende
23.09.2016 ab 20.00h
24.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
25.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
Öffnungszeiten nach dem Festivalwochenende: jeden Sonntag von 16h – 18h (2.10., 9.10., 16.10.) geöffnet
Finissage 23.10.2016 (Informationen folgen…)

 

DROMO ILUVU



»Wenn ich singe, dann wird mir ums Herz so warm« DROMO ILUVU, Liedermacher zu Köln, Veranstalter von den Konzerten im Öffentlichen Raum.

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern. Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Vom Heiraten – On Marriage

ZEIG UNS DEIN BILD VOM HEIRATEN!

02/07 – 31/07/2016
Eröffnung: Samstag, 2. Juli 2016, 16 Uhr
Live-Musik von Max Freytag

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Volker Beck, MdB

Zahlreiche Paare aus dem In- und Ausland waren dem Aufruf gefolgt, Bilder ihrer Hochzeit für die Ausstellung „Vom Heiraten“ einzureichen. Auch Künstlerinnen wie Verena Jaekel, Freya Hattenberger und Btihal Remli beteiligten sich an der Ausstellung, die anlässlich der ColognePride präsentiert wurde. „Es hat uns sehr beeindruckt, dass so viele gleichgeschlechtliche und verschiedengeschlechtliche Paare mitgemacht haben. Sogar aus Buenos Aires, Los Angeles, Manila und Indien sind uns Hochzeitsfotos zugeschickt worden“, freute sich die Künstlerin und Kuratorin Rosanna D’Ortona.

Mit großer Freude schnitt der Bundestagsabgeordnete und Menschenrechtspolitiker Volker Beck die Hochzeitstorte an und verteilte sie zusammen mit der Künstlerin Verena Jaekel an die vielen Besucher, die zur Ausstellungseröffnung in den Fotoraum Köln e.V. gekommen waren.

Bereits vor zwei Jahren hatte Volker Beck zur ColognePride die Schirmherrschaft der Ausstellung „Neue Familienportraits“ von Verena Jaekel im Fotoraum übernommen und ließ es sich auch bei der aktuellen Ausstellung „Vom Heiraten“ nicht nehmen, eine bewegende Ansprache zu halten. Schon seit Jahrzehnten engagiert er sich für die „Ehe für alle“. Volker Beck hob angesichts der vielen Hochzeitsfotos aus verschiedenen Kulturen, Religionen und Paarkonstellationen hervor, dass es allen Paaren letztlich nur um eines geht: die Liebe. Es werde Zeit, dass die Politik in Deutschland die Ehe endlich auch für gleichgeschlechtliches Paar öffne. Die Bevölkerung habe diesen Schritt schon längst vollzogen. Volker Beck dankte der Künstlerin Verena Jaekel, die mit ihren Portraits einer Hochzeitsgesellschaft zweier Männer, die Inspiration zur Ausstellung im Fotoraum Köln e.V. lieferte.
Bei Kaffee, Hochzeitstorte und einem festlichen Piano-Konzert des Musikers Max Freytagließen die Gäste, darunter auch viele Paare, die mit einem Bild in der Ausstellung vertreten sind und extra nach Köln angereist waren, die Ausstellungseröffnung ausklingen.

Hier sind Bilder von der Eröffnung zu sehen.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des ColognePride

Open Call

AUFRUF! ZEIG UNS DEIN BILD VOM HEIRATEN!

+++News+++ Deadline verlängert bis zum 25. Juni 2016+++Aufruf!+++


DE|EN

 


Vom Heiraten – On Marriage

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Volker Beck, MdB
02/07 – 31/07/2016
Eröffnung: Samstag, 2. Juli 2016, 16 Uhr
Live-Musik von Max Freytag

AUFRUF! ZEIG UNS DEIN BILD VOM HEIRATEN!
Dein Hochzeitsfoto wird Teil der Ausstellung Vom Heiraten im Rahmen des ColognePride 2016. Reiche Dein eigenes Hochzeitsfoto bis zum 20.06.2016 per Mail unter info@fotoraum-koeln.de ein. Gerahmte Fotos (max. Din A4) können direkt zur Eröffnung in den Fotoraum gebracht werden.

Teilnahmebedingungen

VOM HEIRATEN
Ehe für alle. Das ist das Thema der Ausstellung Vom Heiraten. Die komplette Gleichstellung von Lesben und Schwulen bei der Ehe ist in anderen Ländern bereits Wirklichkeit. Vor 15 Jahren war die Einführung der “eingetragenen Lebenspartnerschaft” in Deutschland ein erster Schritt. In vielen Rechtsbereichen werden gleichgeschlechtliche Paare aber immer noch benachteiligt. Während die Mehrheit der Bevölkerung mittlerweile bei gleichgeschlechtlichen Paaren keinen Unterschied mehr macht und von Ehe und von Heiraten spricht, fehlt die echte Gleichsetzung.

Als Schirmherrn der Ausstellung begrüßen wir Herrn Volker Beck, MdB, der sich seit Jahren für eine Gleichstellung von LGBT einsetzt: “Wir wollen eine Gesellschaft, in der es möglich ist, ohne Angst anders zu sein. Wir wollen keine Sonderinstitutionen für Homosexuelle Paare, sondern eine Ehe für alle.” (http://www.volkerbeck.de/kategorie/politik/lgbt/)
anders.Leben!” ist das Motto des diesjährigen ColognePride. Wir rufen in diesem Sinne daher alle auf: “Aufruf! Zeig uns Dein Bild vom Heiraten!”
Inspiration zu dieser Ausstellung waren Familienportraits einer Heirat zweier Männer von Verena Jaekel. Eine Kuratorin – Fotoraum Köln – über die Portraits: “Bei der Betrachtung der Bilder beobachtete ich, wie sehr mein Fokus auf der Paarkonstellation Frau / Mann lag. Ich suchte also auf dem Bild mögliche Kombinationen, obwohl ich doch wusste, das Bild zeigt als Hochzeitspaar zwei Männer!” Die Künstlerin Verena Jaekel erforscht in Ihrer Arbeit das zeitgenössische Bild der Familie. In ihrer fotografischen Arbeit betrachtet sie dieses komplexe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Bereits 2005 portraitierte sie z.B. gleichgeschlechtliche Paare, die sich den Wunsch der Elternschaft erfüllt hatten. Der Fotoraum Köln e.V. präsentierte die Serie “New Family Portraits / Neue Familienportraits” 2014 im Rahmen der Cologne Pride ebenfalls unter der Schirmherrschaft von Volker Beck (MdB).

Öffnungzeiten: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Finissage: Sonntag, den 31.7.2016 16-18 Uhr

 


MAX FREYTAG

Hinter dem Pseudonym MAX FREYTAG verbirgt sich der Multiinstrumentalist Christian Dreher. An Gitarre, Bass, an diversen Tasteninstrumenten sowie als Sänger hat sich der Wahlkölner in Bands wie Capricorn oder A Dark Day for the Dinosaurs im Indierock-Zirkus bereits einen Namen gemacht. Nun legt er mit „Solo Piano II“ sein zweites reines Klavieralbum vor. Mit weichem Tastenanschlag entfaltet MAX FREYTAG unaufdringlich und behutsam immer wieder große Melodienbögen. Dabei schöpft er aus einer schier unerschöpflichen Ruhe und man wird schon nach den ersten Tönen von „Dresden“ unweigerlich in den sanften Fluss seiner wundervoll verträumten Stücke gesogen. Auch die neun weiteren Eigenkompositionen auf „Solo Piano II“ sind filigran gespielt und zeugen von außergewöhnlichem Feingefühl, werden im Verlauf energischer, bleiben aber doch immer klar und zugänglich. Damit ist die Musik von MAX FREYTAG im besten Sinne als Piano-Pop zu bezeichnen. www.maxfreytag.de

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des ColognePride

Wir haben Gäste am 8.April 2016

DE|EN

Lua Ribeira Noises in the blood

LUA RIBEIRA
NOISES IN THE BLOOD
09/04 – 08/05/2016

+++FINISSAGE AM 8.MAI 2016+++16-18 Uhr+++mit Kaffee und Kuchen+++

Bilder von der Vernissage am 8. April 2016 mit Live-Musik von Cadavre de Schnapsgibt es hier zu sehen.

NOISES IN THE BLOOD: THE NOISE THAT IT MAKES IS PART OF THE MEANING

In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht Lua Ribeira (GB, Newport) die Urinstinkte des Menschen als anthropologische Konstante. In ihren Fotografien untersucht sie aktuelle Tabus der modernen, westlichen Gesellschaft und nonkonforme Verhaltensweisen unter den Aspekten, Andersartigkeit, Leidenschaft, Rasse, Kultur und Politik. In der Serie „Noises in the Blood“ taucht sie in die Welt des „Dancehall“ ein und bildet die Essenz dieses Rituals in einer rauen Bildästhetik ab. Sie zelebriert in ihren Bildern die vielschichte kulturelle Kollison von Dancehall in der westlichen Rezeption und den (aus ihrer Sicht) damit verbundenen andauernden Fehlinterpretationen.

Dancehall“ entstand in den 1940er-Jahren in Jamaica als subkulturelle Bewegung der Bewohner der Innenstadt Kingstons, denen der Zutritt zu großen Tanzpartys, sogenannte Dances in Uptown Kingston verweigert wurde. Beeinflusst von afrikanischen Rhythmen, der Reggae Kultur und „American Gangster“ Attitüden (u.a.), ist Dancehall heute ein Kulturraum für Musik, Lyrics, Tanz und Fashion. Sprechgesang auf Patois (das jamaikanische Kreolisch) wird mit partytauglicher, beat- und basslastiger Musik kombiniert. Seine „schmutzige Sprache“ und die, mit viel Sorgfalt hergestellten, extrem provokativen und farbenfrohen Outfits und Perücken erheben sich gegen moralische Werte und gesellschaftliche Konventionen. Frauen und Männer inszenieren in diesem Ritual ihre Sexualität in einer zweideutigen Atmosphäre von Abscheu und Verlangen. Sie feiern den Tanz in einer Art theatralischer Selbstoffenbarung, bei dem der Körper beredt seine Fähigkeit zum Ausdruck bringt, materielle Deprivation zu erdulden und zu überwinden. Insbesondere Frauen präsentieren ihre Körperbeherrschung und stellen sich gekonnt mit erotischen Becken-Bewegungen zur Schau. Von der Oberschicht oft vereinfacht als vulgär und misogyn dargestellt, verzeichnen die Höhepunkte des Dancehall jedoch Momente von tiefer Trance, Gewalt, Sex und Drama. Ergriffen vom Konzept dieses Rituals, wird Dancehall zu einem spezifischen kulturellen Verständnis universaler Themen.

In „Noises in the Blood“ findet Dancehall an gewöhnlichen Orten Großbritanniens statt, in Eigenheimen, Parks oder Clubs. Die jamaikanische Community in Großbritannien pflegt ihre Tradition und Identität in einem Land, das sie einst versklavt und kolonisiert hat. Das kulturelle Netzwerk zwischen beiden Ländern führt dazu, dass sich die jamaikanische Folklore auch in der britischen Gesellschaft weiter entfaltet. Simon Bainbridge (Editorial Director at British Journal of Photography) schreibt: “Lua’s work intrigued me from the first picture. You are immediately confronted by this quite harsh aesthetic […]Her preoccupation with ideas about diaspora, the exotic, cultural assimilation and resistance, all come through in this heady stew of images.”

Lua Ribeira (*1986, Galicien) macht gerade den Abschluss in Dokumentarfotografie an der University of South Wales, Newport.

www.luaribeira.com | ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 8. Mai 16-18 Uhr

Cadavre de Schnaps
CADAVRE DE SCHNAPS

Let bad things happen, Live-Musik

„Eine echte Underground Perle“ nannte die Stadtrevue Cadavre de Schnaps, ein DIY-Projekt des Wahl-Kölners Jeong-Il Sin und zählte sein neues Album „Let bad things happen“ zu den sechs besten Kölner Alben des Jahres 2015.Der koreanisch-stämmige Songwriter mit Vorliebe für Punk- und Indierock schuf ein ungeschliffenes Stück Musik, das abseits des Mainstreams eine rohe, ehrliche Dringlichkeit ausstrahlt.

„Let Bad Things Happen ist einerseits ein experimentelles Folk-Album, die verschlungenen Songstrukturen deuten jedoch in Richtung Artrock. Und die Haltung ist Punk.“ (Stadtrevue, Oliver Minck)

Bei seinen Live-Auftritten präsentiert Jeong-Il Sin die Songs auf der Akustikgitarre. So kommt die sehr direkte Emotionalität seiner Musik klar zum Ausdruck, die durch seinen extrovertierten Gesang verstärkt wird.

http://cadavredeschnaps.bandcamp.com/releases

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Wir haben Gäste am 22. Januar 2016

+++Verlängerung +++bis Ende März+++Öffnungszeiten nach Vereinbarung+++

 

SIBYLLE MALL 5 JAHRE SPÄTER
BERNADETTE JANSEN 1+1=3
-
ZHIVAGO MANUAL OF STYLE, LIVE ab 21 Uhr

BILDER VOM ERÖFFNUNGSABEND GIBT ES HIER.

SIBYLLE MALL 5 JAHRE SPÄTER

Von 2008 bis 2010 hat Sibylle Mall zwei miteinander befreundete kurdische 16-jährige Mädchen begleitet und fotografiert. In einem Buchprojekt ließ sie die beiden Teenager mit ihren Gedanken zu den Themen Liebe, Freundschaft, Religion, Familie und Nationalität zu Wort kommen.Fünf Jahre später hat Sibylle Mall sie noch einmal fotografisch begleitet und sich ihre Geschichte erzählen lassen. Wie haben sich die Lebenswelten der beiden Mädchen verändert? Heute lebt eine von den beiden im kurdischen Teil der Türkei und hat zwei Söhne. Ihre Freundin lebt nach wie vor in Leverkusen, hat eine Ausbildung als Altenpflegerin abgeschlossen und versucht den Spagat zwischen der deutschen Kultur und den Erwartungen der Familie. Die Künstlerin und Sozialwissenschaftlerin Sibylle Mall setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit gesellschaftlichen Themen und sozialen Milieus auseinander. Ihr Ziel ist es, die Lebenswelten fotografisch zu erfassen und dabei auch Gedanken und Gefühle der Portraitierten zu transportieren.

 

Bernadette Jansen 1+1=3

BERNADETTE JANSEN 1+1=3

Es sind keine Triptychen im klassischen Sinne, die Bernadette Jansen in ihrer Arbeit 1+1=3 präsentiert. Sie kombiniert ein Bilderpaar mit einem separaten dritten Bild, welches sie auf ästhetischer und/ oder semantischer Ebene mit den beiden ersten Fotografien assoziiert. Die Künstlerin lädt den Betrachter dazu ein, ihr subjektives tertium comparationes*, das sich in einer Stimmung verdichtet, zu teilen. * lat. tertium comparationis: „das Dritte des Vergleiches“

 


LIVE-MUSIK von ZHIVAGO MANUAL OF STYLE

Zhivago Manual of Style: eine Band, zwei Frontmänner. Taylor – der Stichwortgeber – tönt und zupft zum Bossa Nova, das zynische, postmoderne Herz darf endlich schmelzen. Ashforth – der Exzentriker – schlägt sich mit Casio und Inbrunst durch heidnischen Folk und lo-fi Hymnen, Trance und Wahn werden aktiviert. Schöne Harmonien und bruitistische Rhythmen, spontane Stand-up und ehrliche, raue Emotionen – das alles und noch viel mehr kombiniert Zhivago Manual of Style.

AUSSTELLUNGSDAUER: 23.01-21.02.2016 | ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag von 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

Wir haben Gäste am 6. November 2015

FRANCESCA MAGISTRO LUCUS A NON LUCENDO
LJON Kölner Folktrio um Nastja Sittig

Vielen Dank an all unsere Gäste für den schönen Abend! Um ein paar Eindrücke zu gewinnen, was alles los war, könnt ihr hier klicken.

 

FRANCESCA MAGISTRO Lucus a non lucendo

Der Fotoraum Köln e.V. präsentiert mit “Lucus a non lucendo” eine dokumentarische Arbeit von Francesca Magistro (ITA). In dem interdisziplinären Projekt beleuchtet Francesca Magistro mithilfe von Fotografien, dem Medium Zeitung und Interviews in Videosequenzen die Auswirkungen der Erdölförderung in einer der ärmsten Regionen Süditaliens, Basilikata – auch bekannt als Lukanien.
Das eigentlich idyllische Landleben steht im Schatten der nahen Raffinerie.
Über mehrere Jahre begleitete Francesca Magistro mit Foto- und Videokamera u.a. den Alltag des Bauern, dessen Land unmittelbar an die Raffinerie grenzt. Außerdem befragte sie die Jugendlichen in der Umgebung, untersuchte ihren Umgang mit dem Wissen oder Nichtwissen über mögliche negative Auswirkungen dieser Raffinerie auf ihr Leben.

Während die internationalen Konzerne vom Ölgeschäft profitieren, blieb der versprochene Wohlstand für die lokale Bevölkerung aus. Die Region kämpft mit Arbeitslosigkeit und Abwanderung. MEHR…HIER KLICKEN

 

LJON, Kölner Folktrio um die Singer-Songwriterin Nastja Sittig

Was man nicht hört, nicht sieht – das, was zwischen den Zeilen und Noten lebt – knisternd, im Verborgenen: Mit einer Geisterbeschwörung zwischen lyrischem Indie-Folk und minimalistischem Americana zieht die Musik Ljons den Zuhörer in ihren Bann – vertraut und befremdlich, tief und klar, in sich gekehrt und offen zugleich.

Das Kölner Folktrio um die Singer-Songwriterin Nastja Sittig schafft eine knisternde Atmosphäre – und das mit einfachen Mitteln. Filigrane Gitarrenzupfmuster, verschlungene Bassmelodien (Erik Werner) und pulsierende Schlagzeugkessel (Matthias Traschütz) bilden den Erdboden, über

den sich Nastjas Liedergeschichten wie Thoreaus Wälder erstrecken. Eigenwillig nimmt sie uns mit auf die Reise: eine Erinnerung an eine Zeit, in der man oft traurig, aber dafür auch ganz ungebremst glücklich gewesen sein muss. MEHR… HIER KLICKEN

 

 

Fotoraum Köln e.V. | Wir haben Gäste

Der Fotoraum Köln e.V. ist eine Arbeits- und Ausstellungsplattform für zeitgenössische, künstlerische Fotografie und interdisziplinäre Projekte. Der Verein formierte sich 2015 aus der nunmehr 13 jährigen Ausstellungspraxis des Fotoraums – einer privaten Initiative, deren Mitglieder (alle selbst Künstlerinnen) sich in dem Bereichen Bildende Kunst und Musik mit kulturellen und künstlerischen Projekten seit Jahren engagieren.
Ziel des Fotoraum Köln e.V. ist es, einen besonderen Ort für internationale Gegenwartsfotografie zu schaffen und junge Talente zu fördern. Junge Dokumentarfotografie und Fotojournalismus gehören ebenso zum großen Spektrum der präsentierten Kunst wie Landscape, experimentelle, inszenierte und kon-zeptionelle Fotografie. Jedes Jahr werden bis zu fünf Ausstellungen für Gastkünstler in den Räumen eines ehemaligen Ladenlokals organisiert.

In der Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste“ präsentiert der Fotoraum Köln e.V. interdisziplinäre Projekte aus den Bereichen Fotografie, visuelle Medien und Musik. Herzstück der Veranstaltung ist die Konfrontation zweier Künstler aus unterschiedlichen Sparten am Eröffnungsabend einer mehrwöchigen Ausstellung. Präsentiert wird zum einen der Fotograf / die Fotografin mit einem eigens für diesen Raum angefertigten Ausstellungskonzept. In Korrespondenz dazu gibt es ein Musikkonzert, einen Audio-Beitrag, eine temporäre Installation oder einen Vortrag. Zwischen beiden Künstlern findet ein Austausch statt, der sich am Abend der Veranstaltung in der Begegnung mit dem Publikum.

Oma und Opa am 11. September 2015 | Offene Ateliers 2015

Franzi Burkhardt

Oma und Opa von Franzi Burkhardt

AUFRUF! Bring Deine Oma und Deinen Opa mit.

Jedes Foto der eigenen Großeltern, das bis zum 31.8.2015 an den Fotoraum gemailt wird oder gerahmt zur Vernissage am 11.09.  mitgebracht wird, wird parallel zu den Arbeiten der Künstlerin Franzi Burkhardt gehängt und bleibt bis zum 11. Oktober in der Herderstr. 88 zu sehen.

Eindrücke vom Eröffnungsabend und der Hängung – hier

Wie nahe sind oder waren wir unseren Großeltern? Haben wir liebevolle Erinnerungen, stehen wir noch in Kontakt, sind wir distanziert, gibt es verschwommene, alte Bilder oder deutliche, aktuelle? Was verbindet uns, was trennt uns von ihnen? Sehen wir in ihnen nur die alten Menschen, die sie nun sind oder auch die Jungen, die in ihnen wohnten? Die Antworten auf diese Fragen wollen wir, die Macherinnen des Fotoraum Köln e.V. gemeinsam mit der Künstlerin und dem Publikum ausloten.

MEHR INFO

WIE MACHE ICH MIT? HIER KLICKEN

Franzi Burkhardt zu Gast bei den Offenen Ateliers Köln

Franzi Burkhardt Oma und Opa

Franzi Burkhardt “Oma und Opa”

 

Franzi Burkhardt
Oma und Opa

11.09. – 11.10.2015
Im Rahmen der Offenen Ateliers Köln 2015

Eröffnung: Freitag, 11. September 2015
Einlass ab 20 Uhr
Live-Musik von Jasmin Banu

Öffnungszeiten:
Samstag 12.09. 14-18 Uhr
Sonntag 13.09. 14-18 Uhr
Danach: So 16 – 18 Uhr (und nach Vereinbarung

 

Eindrücke vom Eröffnungsabend – hier

 

Diese Zeit wird unweigerlich jeden von uns ereilen – einen Großteil gelebten Lebens bereits hinter sich zu haben. Dieses Leben hat Spuren hinterlassen, Linien, Farben und Strukturen sind äußerliche Zeugen der Jahre.

Die Künstlerin Franzi Burkhardt (30) dokumentierte den Alltag und das private Lebensumfeld ihrer Großeltern Doris und Manfred.

Franzi Burkhardt: „Ich habe versucht zu beobachten in eine Stille zu gehen und nicht da zu sein. Die Kamera war für sie gar nicht so bedeutungsvoll. Schnell war es ihnen egal. Sie haben sich auch nicht bedrängt gefühlt. Es war eher mein Gefühl das unbehaglich war. Wie jetzt in so eine andere Position wechseln? Die Fotografin, nicht die Enkelin.“ Entstanden sind Fotos, die einen stillen, liebevollen, aber auch humorvollen Blick auf ein Paar freigeben, das viele gemeinsame Jahre miteinander verlebt hat und nun seinen Tagesablauf mit den Beschwerlichkeiten des Alters gestaltet. Aus dem Versuch die Großeltern mit Abstand durch die Kamera zu betrachten, ist Nähe entstanden.

MEHR INFO HIER KLICKEN

 

JASMIN BANU


Die Kölner Musikerin Jasmin Banu spielt zur Eröffnung am 11.09. ab 21 Uhr ein Live Set.
Jasmin Banu singt kleine, groovige Folksongs. Experimentierfreudig und immer wieder mal ganz anders erzählt sie Geschichten über Wind, Wale und andere Wahrheiten. Mit Akustik Gitarre und ihrer Stimme schafft die Singer – Songwriterin eine andere Art von Nähe. Wir sind gespannt, welches Lied sie ihren Großeltern widmet…

Jasmin Banu auf Soundcloud

Sieben mal am Tag tot umfallen * Dreaming Leone verlängert

 

heute & am 19.07. von 16 – 18 Uhr

kommen, riechen, sehen, blättern, freuen*

DREAMING LEONE, Buchvorstellung und Künstlergespräch

DREAMING LEONE, ein Fotobuch von Michela Palermo & Alvaro Deprit

Buchvorstellung mit Künstlergespräch und Signierstunde

Freitag            26.06.2015, 20-22 Uhr

Samstag          27.06.2015, 16-18 Uhr

Sonntag          28.06.2015, 16-18 Uhr

 

…DREAMING LEONE bleibt noch ! 

Am 05.07. + 12.07. + 19.07.  von 16 bis 18 Uhr

 

DREAMING LEONE heißt das Fotobuch von Alvaro Deprit und Michela Palermo, das Ende Juni im Fotoraum vorgestellt wird.
Im Rahmen eines Künstlergesprächs werden die Herausgeber über die Entstehung des Buches, ihre fotografische Arbeit sowie weitere Publikationen sprechen und mit dem Publikum einen anregenden Diskurs schaffen.

In den 70er und 80er Jahren entstand in der Wüste von Tabernas nahe Almeria in Südspanien das Hollywood des Westerns. Durch legendäre Filmemacher wie Sergio Leone wurden diese Landschaft und die Drehkulissen zum Inbegriff der sogenannten „Spaghetti-Western“. Was passiert mit solch einem Ort, den Anwohnern und Beschäftigten wie z.B. den Stuntmen, wenn keine Western mehr gedreht werden, die Filmsets aufgegeben werden und nur noch die Sehnsucht nach den glorreichen vergangenen Tagen bleibt? Alvaro Deprit spürt mit seinen Bildern der vergangenen Welt der Sergio Leone Filme nach – Cowboys, Pferde, verlassene Häuser, die Prärie – ein Freizeitpark. Wie weit reicht der Einfluss kultureller Veränderungsprozesse? Wie gehen die Betroffenen damit um oder verändern ihren Ort so, um von ihm weiterleben zu können?
Aus einer Reportage von Alvaro Deprit über die Krise der Kinoindustrie in seinem Heimatland Spanien entstand in Zusammenarbeit mit der italienischen Fotografin Michela Palermo das Fotobuch DREAMING LEONE. Michela Palermo: „Alvaro and I saw the power of telling this story in a book form, so we decided to set Alvaro’s images in an object that could give something of the legacy of the world created by Sergio Leone back to the viewer.”

HIER klicken für mehr INFORMATIONEN…

HIER klicken: DAS BUCH IM VIDEO

Fotoraum Köln e.V. gegründet

Vereinsgründung mit dem Kulturpaten Roland Neuburg

 

 

Von der Ausstellungsreihe zum Verein
Am 27. April 2015 hat sich der gemeinnützige Verein „Fotoraum Köln“ gegründet.
Der Verein formiert sich aus der nunmehr 13 jährigen Ausstellungspraxis im Rahmen der Reihe „Wir haben Gäste“ des Fotoraums

Förderung
Zweck des Vereins ist die Förderung und Pflege der Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel im realen und virtuellen Raum. Besonderes Anliegen ist dem Verein die Unterstützung lokaler, regionaler künstlerischer Positionen wie auch Kooperationen mit internationalen Künstlern mit künstlerisch, kulturellen Bestrebungen. Vor allem soll jungen Künstlern ein Netzwerk geboten werden und ihr Schaffen durch die Planung und Durchführung von Ausstellungen unterstützt werden.

Austausch, Vernetzung und Öffentlichkeit
Die Mitglieder des Vereins schätzen die Impulse, die aus interdisziplinären Projekten hervorgehen: Fotografie tritt in Dialog mit den Disziplinen Neue Medien, Performance und Musik.
Fotoraum Köln e.V. versteht sich als Künstlerplattform von der aus künstlerische Fotografie durch Ausstellungen oder andere kulturelle Veranstaltungen einem breiten, unbegrenzten Publikum nahegebracht wird und von der aus die Wahrnehmung und Auseinandersetzung mit diesem Medium gefördert wird.

Dank
Unterstützung bei der Vereinsgründung erhielten die neuen Mitglieder durch die Kölner Kulturpaten e.V. mit Claudia Bleier sowie durch den Kurator Roland Neuburg (Förderkreis Hochbunker Körnerstraße 101 e.V.), der ihnen im Rahmen einer ehrenamtlichen Kulturpatenschaft mit Rat und Tat zur Seite stand. Aufgrund seines großen Engagements wurde Roland Neuburg noch am Gründungstag zum 1. Ehrenmitglied des Vereins ernannt.

gefördert durch die Kölner KulturPaten

 

mehr Info

Wir haben Gäste am 24. April 2015

Bild 1 von 3

Sylvia Ballhause Self-developing Image 70 x 51,5 cm 2012

Wir haben Gäste

Sylvia Ballhause | Fotografie

Cordula Hamacher | Saxophon

Freitag, den 24. April 2015

Eröffnung um 20 Uhr

In der Reihe „Wir haben Gäste” präsentiert der Fotoraum diesmal Sylvia Ballhause. Die Exponate der Ausstellung entstanden während einer Künstlerresidenz auf der Insel Halsnøy in Norwegen: Landschaftsaufnahmen, Wolkenbilder, Stillleben und Interieur. Ballhause beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten fotografischer Prozesse und unserer Wahrnehmung. Irritationen entstehen bei der Betrachtung der Arbeiten: die Künstlerin schafft mit experimentellen Eingriffen einen anderen Blick auf die Welt.

Markus Weckesser beschreibt es so: In den Wolkenbildern von Sylvia Ballhause steht die Welt Kopf. Dabei gibt die Künstlerin lediglich unverfälscht wieder, was ihre analoge Großformatkamera an der norwegischen Westküste aufgezeichnet hat. Um den relativ teuren Negativfilm zu sparen, bestückte sie eine Kassette mit schwarzweißem Fotopapier und belichtete diese direkt. So findet die Einmaligkeit der Wolkenformation entsprechenden Ausdruck im Unikat des Fotos. Darüber hinaus ist das optische Phänomen so simpel wie verblüffend: Denn obgleich die Kamera genau das zeigt, was sie aufgenommen hat, stehen die Bilder verkehrt herum. Es fehlt die ansonsten positive Umkehrung.
Sylvia Ballhause, geb. 1977 in Halle an der Saale, studierte Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Christopher Muller und Beate Gütschow. Sie lebt zurzeit in Mannheim. www.sylviaballhause.de

Ab 21 Uhr Musik von Cordula Hamacher | Saxophon
Cordula Hamacher studierte Jazzsaxophon in Frankfurt und Mannheim sowie Komposition in Linz. Neben der Liebe zum Jazz, spiegelt ihre Musik ihren persönlichen Blick auf andere Musiksphären wider. Das Beste aus verschiedenen Stilen isolieren und wieder zusammenfügen, so komponiert die Saxophonistin ihre Musik. Es entstehen kleine musikalische Schmuckstücke; unaufgeregt, durchdacht, manchmal impressionistisch anmutend. Vom Swing ausgehend, verbindet sie Elemente aus Jazz, Klassik, Soul, Minimal Musik zu einer einzigartigen Mischung.

Ausstellung: 25.04. – 31.05.2015 | jeden Sonntag zwischen 16-18 Uhr geöffnet | Finissage 31.05.2015 16-18 Uhr

 

Luisa Zanzani, De Rerum Natura | Öffnungszeiten

 

Wir haben Gäste am 16.01.2015

Große Dankbarkeit an Luisa Zanzani für ihre Geschichten über die Hintergründe zu ihrer Ausstellung “De Rerum Natura”,

die am Freitag 16.01.2015 eröffnet wurde.
Dank auch an Donna Regina für ihren großartigen Auftritt auf engstem Raum.
Natürlich bedanken wir uns auch bei allen Gästen. Toll, dass ihr so zahlreich da wart.

Ab jetzt können die Arbeiten in Ruhe Sonntags zwischen 16 und 18 Uhr besichtigt werden in gemütlicher Runde.
Wer sich gerne nochmal mit der Künstlerin verabreden möchte, bitte um Anmeldung unter info@fotoraum-koeln.de.

Herzlichst der FOTORAUM
be | fra | ju | o | ro | si |

 

Wir haben Gäste am 16. Januar 2015

Wir haben Gäste

Luisa Zanzani | De Rerum Natura

Donna Regina | akustisch und live

Freitag, den 16. Januar 2015

Eröffnung um 20 Uhr
Luisa Zanzani zeigt uns scheinbar vertraute Orte: Das Mittelmeer, die Adriaküste und den Ätna. Doch Ihre Fotografien schaffen eine Bilderwelt, die Bekanntes hinter sich lässt und die neben dem Gezeigten stets eine kreative Leerstelle besitzt. Genau dort beginnen die Assoziationen, deren Startpunkt zumeist das komplexe Verhältnis des Menschen mit seiner Umwelt ist. Die Arbeiten von Zanzani vermeiden dabei jede vordergründige Romantik, ohne zugleich plakativ dokumentarisch wirken zu wollen.Drei Serien sind in der Ausstellung zu sehen.
Fotografien aus der Serie Etnea (2013–2014) zeigen, wie fragil der Mensch und seine Bauten gegenüber dem Vulkan Ätna wirken. Die Landschaft wird stetig neu geformt aus der erstarrten Lavamasse, die der Vulkan aus den Tiefen der Erde emporspült. Unter dem Titel Adria (2009–2010) hingegen zeigt Zanzani eine Landschaft, die seit der Antike vom Menschen geformt und genutzt wurde. Wir sehen sie als eine winterliche Landschaft im Wartezustand, die Bilder entwickeln eine .eigene ästhetische Kraft aus dem sonderbaren Zusammenspiel verschneiter Nadelwälder und eingepackter Palmen.
Die Serie Le Isole (2009) zeigt Fragmente einer Mittelmeerlandschaft, scheinbar wahllos aus größeren Bildern entnommen. Hier wird die Frage gestellt, wer Landschaft konstruiert und wie sich Bilder wandeln können.
Das vermeintlich große Ganze bekommen wir nicht zu sehen, doch wir bekommen viel mehr:
Bilder, die zum Weiterdenken anregen.

Ab 21 Uhr Musik von Donna Regina | akustisch und live

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Donna Regina ist eine Herzenssache des Kölner Ehepaars Janssen, das seit etwa 20 Jahren gemeinsam Musik macht und Alben produziert. Der Name der Band ist aus einer italienischen Erinnerung entstanden, umso mehr passt dieser musikalische Part zur Ausstellung. Regina Janssens Stimme, nahezu kühl und distanziert, trägt das Publikum in die surrealistisch anmutenden Sounds. Das aktuelle Album ist im Mai 2014 bei Karaoke Kalk unter dem Titel “Holding The Mirror for Sophia Loren” erschienen. Noch ein Bezug zu Italien…. ?

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