Paula Winkler Exceptional Encounters

PAULA WINKLER
Exceptional Encounters
20/01 – 19/02/2017
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Öffnungszeiten: Sonntag 16-18 Uhr

Hier einige Bilder der Eröffnung

Der Akt, die Abbildung des nackten menschlichen Körpers, ist eines der ältesten und vielfältigsten Genres der Kunst. Vor allem die Darstellung des nackten weiblichen Körpers scheint heute zu einer Selbstverständlichkeit in Kunst und Öffentlichkeit geworden zu sein. Im Gegensatz dazu wird mit dem Blick auf den nackten Männerkörper viel zurückhaltender umgegangen.
Anknüpfend an das große Spektrum von Akt-Darstellungen in der Fotografie dekonstruiert Paula Winkler gewohnte
Körperbilder und setzt sich mit Rollenklischees von Künstlern und Betrachtern auseinander.
In ihrer Serie „Exceptional Encounters“ (2011), zeigt Paula Winkler Porträts von nackten Männern, die auf der Suche nach Sexualpartnerinnen Kontaktanzeigen geschaltet hatten.
Zur Ausstellung ist eine  kleine Edition erschienen, die in den Räumen des Fotoraum Köln e.V. ausliegt.
www.paulawinkler.com

 

 

Wir haben Gäste am 20. Januar 2017

Paula Winkler Exceptional Encounters
Zero Solaris Weiße Flächen und Rosa Rauschen
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Eröffnung: Freitag, 18. November 2016 ab 20 Uhr


Paula Winkler Exceptional Encounters

Der Akt, die Abbildung des nackten menschlichen Körpers, ist eines der ältesten und vielfältigsten Genres der Kunst. Vor allem die Darstellung des nackten weiblichen Körpers scheint heute zu einer Selbstverständlichkeit in Kunst und Öffentlichkeit geworden zu sein. Im Gegensatz dazu wird mit dem Blick auf den nackten Männerkörper viel zurückhaltender umgegangen.
Anknüpfend an das große Spektrum von Akt-Darstellungen in der Fotografie dekonstruiert Paula Winkler gewohnte
Körperbilder und setzt sich mit Rollenklischees von Künstlern und Betrachtern auseinander.
In ihrer Serie „Exceptional Encounters“ (2011), zeigt Paula Winkler Porträts von nackten Männern, die auf der Suche nach Sexualpartnerinnen Kontaktanzeigen geschaltet hatten.

 

Zero Solaris:Weiße Flächen und Rosa Rauschen (Noise-Pop, Organ-Song)


Fotos bei Rotlicht im Labor zu vergrößern ist ein handwerklicher Vorgang, der die Erinnerung an die fotografierte Situation auf eine spezielle Art und Weise verändert und verklärt – ein magischer und geheimnisvoller Vorgang, der auch in Antonioni´s Film „Blow Up“ eine große Rolle spielt. Das prozesshafte Geschehen tritt dabei in den Vordergrund. In den englisch-, deutsch- und französischsprachigen Songs von Weiße Flächen und Rosa Rauschen geht es um Fotografie, um den Vorgang des Erinnerns, um Konzentration und um Projektion. Die Songs wurden bisher nicht veröffentlicht und sind bis auf Weiteres ausschließlich bei Live-Auftritten zu hören. Zero Solaris wird für das Konzert im Fotoraum seine Stimme, eine Mundharmonika sowie eine alte Philips Philicorda GM 774-Orgel mit Gitarren-Effekten benutzen.
Zero Solaris ist ein Projekt des Musikers und Schauspielers Oliver Bedorf, bei dem es in erster Linie um den Song als künstlerische Ausdrucksform geht.

 

 

Wir haben Gäste am 18. November 2016

DE|EN

Claus Stolz
Solitär
18/11 – 18/12/2016
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Eröffnung: Freitag, 18. November 2016 ab 20 Uhr

BILDER VON DER ERÖFFNUNG HIER KLICKEN

Das Künstlergespräch zur Eröffnung führt Damian Zimmermann
Live-Musik von Mythos Amerika in “Blessings of Liberty”

Licht – das liegt in der Natur der Sache – ist der wichtigste Faktor, um eine Fotografie herzustellen, denn ohne thermische oder nicht-thermische Strahlen kann auch kein Foto entstehen – in der Regel hält der analoge Film oder der Sensor einer Digitalkamera die von den fotografierten Objekten reflektierten elektromagnetischen Wellen auf. Doch wenn Claus Stolz (geboren 1963) fotografiert, will er die gesamte Kraft der Sonne für seine Bilder nutzen. Wobei: Fotografieren kann man das, was der gebürtige Mannheimer macht, eigentlich nicht nennen. Zwar benutzt er analoge Filme, eine Kamera und sehr viel   Licht für seine Bilder – aber sein Ziel ist nicht die Fixierung eines Moments und die Belichtung seines Filmmaterials, sondern nichts weniger als dessen Zerstörung durch eben diesen Moment. Denn Claus Stolz’ (Ab)bilder sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinne, sondern zeigen das, was übrig bleibt, wenn sich die Sonne bei einer Langzeitbelichtung im wahrsten Sinne des Wortes in das Negativ einbrennt: Sie erschafft ein Bild, ein Unikat, indem sie es durch Licht und Wärme zerstört.

Die Ergebnisse nennt Stolz Heliografien (also Zeichnungen der Sonne) und sie sind nahezu vollkommen abstrakt und lassen nur erahnen, was dort eigentlich genau passiert ist. Sie erinnern genauso an Mikroskop- wie an Teleskopaufnahmen, sie können genauso stark vergrößerte Zellen oder Insektenaugen wie Lichtjahre entfernte explodierende Sonnen oder Galaxien sein. Mal sind sie bunt wie ein Kaleidoskop, dann wieder einfarbig mit zahlreichen kleinen Bläschen wie bei einer Zellteilung. Mal sehen sie aus wie wahre Schmuckstücke, dann wie die Computertomografie eines menschlichen Kopfes.

All diese Erscheinungen hängen von der Intensität des Lichts, aber auch vom verwendeten Filmmaterial ab: Stolz nutzt Planfilm, also einzelne Negative, die er als Blätter in seiner robusten Mittelformatkamera verwendet und das Material für mehrere Sekunden, Minuten oder auch Stunden belichtet. Die Linse ist dabei genau auf die Sonne gerichtet bis es zu schmoren, schwelen und brennen beginnt. Es sei nicht nur ein mal vorgekommen, dass er sich dabei eine Kamera ruiniert habe, so Stolz. Kodak-Filme würden übrigens gelber brennen als Fujifilme, Agfa erzeuge hingegen Blautöne, der Schwarzweiß-Diafilm bringt allerdings feinste Grautöne mit Nuancen von Gold hevor während Ilford zu Braun neige.

Es gibt aber auch die Aufnahmen, in denen der Sonnenverlauf klar nachvollziehbar wird, weil es einen langgezogenen Licht- und Brandstreifen, vielleicht sogar unterbrochen von Wolken, die sich zwischenzeitlich vor die Sonne geschoben haben, auf dem Negativ gibt. Sie entstehen bei Belichtungen (oder sollte man hier besser von „Verbrennungen“ reden?) länger als 30 Sekunden. Mit dieser Vorgehensweise gehört Stolz eindeutig in die Kategorie der „konkreten Fotografie“ – wobei „radikale Fotografie“ sicher der passendere Begriff wäre.       

Damian Zimmermann

ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 18. Dezember, 16-18 Uhr

www.clausstolz.de | www.damianzimmermann.de

 

Mythos America
Blessings of Liberty

MYTHOS AMERIKA is based in Cologne and plays a number of instruments simultaneously using his hands, feet, limbs, and various electronic contraptions. His music is both emotionally involving and clinically aloof. His lyrics comment on common aspects of everyday life as well as bizarre phenomena of twenty-first century (cyber-)culture. He approaches the myths underlying contemporary culture with a style both playful and serious, respectful and iconoclastic. As a matter of principle, he’d like to take a stand, but refuses to choose sides.

Live-Musik im Rahmen von WIR HABEN GÄSTE ab ca. 21 Uhr, Performance circa 30 Minuten

Mythos America auf Soundcloud

 

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Photoszene Festival Köln am 23. September 2016

 


Julia Horn · Bernadette Jansen ·
Francesca Magistro · Sibylle Mall

INNENLEBEN

Vernissage am 23.09.2016 ab 20 Uhr
mit Live-Musik von DROMO ILUVU ab 21 Uhr

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»Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.« (Joachim Ringelnatz)

Gruppenausstellung von Julia Horn, Bernadette Jansen, Francesca Magistro und Sibylle Mall: Vier Facetten, die ineinander greifen, vier Perspektiven, die sich ergänzen – das ist INNENLEBEN, der Beitrag des Fotoraum Köln e.V. zum Thema „Innere Sicherheit – The State I Am In“ des Photoszene-Festivals Köln 2016.

Auf der Suche nach einem sicheren Ort entdecken wir diesen im vermeintlichen Idyll der deutschen Mittelstandsfamilie ebenso wie in scheints trostlos verlassenen Räumlichkeiten, die dann Menschen auf der Flucht als Unterschlupf dienen: Hier die Konstanz, dort die Relikte des Auf- bzw. Zusammenbruchs.
Dazu sehen wir Bilder von Familie, die ein Abenteuer illustrieren, das alltäglicher und aufregender nicht sein könnte – zerbrechlich und felsenfest zugleich, getragen von Liebe und der immerwährenden Sehnsucht nach der Unvergänglichkeit von Glück.
Dieses Zutrauen in die Sicherheit der Kindheit wird jäh erschüttert, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Menschen erschossen werden und die Unbekümmertheit des Alltags rücksichtslosen Ideologen zum Opfer fällt.
Und wir erfahren von Zuständen eines hermetischen Rückzugs. Die Wohnung, das Auto, das bildgewordene Hobby an der Wand, der Wohlstandsmüll am Straßenrand, alles wird geschlossen, verpackt, geschützt vor dem, was da draußen ist – und dadurch umso verletzlicher.

Öffnungszeiten Festival Wochenende
23.09.2016 ab 20.00h
24.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
25.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
Öffnungszeiten nach dem Festivalwochenende: jeden Sonntag von 16h – 18h (2.10., 9.10., 16.10.) geöffnet
Finissage 23.10.2016 (Informationen folgen…)

 

DROMO ILUVU



»Wenn ich singe, dann wird mir ums Herz so warm« DROMO ILUVU, Liedermacher zu Köln, Veranstalter von den Konzerten im Öffentlichen Raum.

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern. Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

AUFRUF! ZEIG UNS DEIN BILD VOM HEIRATEN!

+++News+++ Deadline verlängert bis zum 25. Juni 2016+++Aufruf!+++


DE|EN

 


Vom Heiraten – On Marriage

Unter der Schirmherrschaft von Herrn Volker Beck, MdB
02/07 – 31/07/2016
Eröffnung: Samstag, 2. Juli 2016, 16 Uhr
Live-Musik von Max Freytag

AUFRUF! ZEIG UNS DEIN BILD VOM HEIRATEN!
Dein Hochzeitsfoto wird Teil der Ausstellung Vom Heiraten im Rahmen des ColognePride 2016. Reiche Dein eigenes Hochzeitsfoto bis zum 20.06.2016 per Mail unter info@fotoraum-koeln.de ein. Gerahmte Fotos (max. Din A4) können direkt zur Eröffnung in den Fotoraum gebracht werden.

Teilnahmebedingungen

VOM HEIRATEN
Ehe für alle. Das ist das Thema der Ausstellung Vom Heiraten. Die komplette Gleichstellung von Lesben und Schwulen bei der Ehe ist in anderen Ländern bereits Wirklichkeit. Vor 15 Jahren war die Einführung der “eingetragenen Lebenspartnerschaft” in Deutschland ein erster Schritt. In vielen Rechtsbereichen werden gleichgeschlechtliche Paare aber immer noch benachteiligt. Während die Mehrheit der Bevölkerung mittlerweile bei gleichgeschlechtlichen Paaren keinen Unterschied mehr macht und von Ehe und von Heiraten spricht, fehlt die echte Gleichsetzung.

Als Schirmherrn der Ausstellung begrüßen wir Herrn Volker Beck, MdB, der sich seit Jahren für eine Gleichstellung von LGBT einsetzt: “Wir wollen eine Gesellschaft, in der es möglich ist, ohne Angst anders zu sein. Wir wollen keine Sonderinstitutionen für Homosexuelle Paare, sondern eine Ehe für alle.” (http://www.volkerbeck.de/kategorie/politik/lgbt/)
anders.Leben!” ist das Motto des diesjährigen ColognePride. Wir rufen in diesem Sinne daher alle auf: “Aufruf! Zeig uns Dein Bild vom Heiraten!”
Inspiration zu dieser Ausstellung waren Familienportraits einer Heirat zweier Männer von Verena Jaekel. Eine Kuratorin – Fotoraum Köln – über die Portraits: “Bei der Betrachtung der Bilder beobachtete ich, wie sehr mein Fokus auf der Paarkonstellation Frau / Mann lag. Ich suchte also auf dem Bild mögliche Kombinationen, obwohl ich doch wusste, das Bild zeigt als Hochzeitspaar zwei Männer!” Die Künstlerin Verena Jaekel erforscht in Ihrer Arbeit das zeitgenössische Bild der Familie. In ihrer fotografischen Arbeit betrachtet sie dieses komplexe Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Bereits 2005 portraitierte sie z.B. gleichgeschlechtliche Paare, die sich den Wunsch der Elternschaft erfüllt hatten. Der Fotoraum Köln e.V. präsentierte die Serie “New Family Portraits / Neue Familienportraits” 2014 im Rahmen der Cologne Pride ebenfalls unter der Schirmherrschaft von Volker Beck (MdB).

Öffnungzeiten: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung. Finissage: Sonntag, den 31.7.2016 16-18 Uhr

 


MAX FREYTAG

Hinter dem Pseudonym MAX FREYTAG verbirgt sich der Multiinstrumentalist Christian Dreher. An Gitarre, Bass, an diversen Tasteninstrumenten sowie als Sänger hat sich der Wahlkölner in Bands wie Capricorn oder A Dark Day for the Dinosaurs im Indierock-Zirkus bereits einen Namen gemacht. Nun legt er mit „Solo Piano II“ sein zweites reines Klavieralbum vor. Mit weichem Tastenanschlag entfaltet MAX FREYTAG unaufdringlich und behutsam immer wieder große Melodienbögen. Dabei schöpft er aus einer schier unerschöpflichen Ruhe und man wird schon nach den ersten Tönen von „Dresden“ unweigerlich in den sanften Fluss seiner wundervoll verträumten Stücke gesogen. Auch die neun weiteren Eigenkompositionen auf „Solo Piano II“ sind filigran gespielt und zeugen von außergewöhnlichem Feingefühl, werden im Verlauf energischer, bleiben aber doch immer klar und zugänglich. Damit ist die Musik von MAX FREYTAG im besten Sinne als Piano-Pop zu bezeichnen. www.maxfreytag.de

 

Eine Veranstaltung im Rahmen des ColognePride

Wir haben Gäste am 8.April 2016

DE|EN

Lua Ribeira Noises in the blood

LUA RIBEIRA
NOISES IN THE BLOOD
09/04 – 08/05/2016

+++FINISSAGE AM 8.MAI 2016+++16-18 Uhr+++mit Kaffee und Kuchen+++

Bilder von der Vernissage am 8. April 2016 mit Live-Musik von Cadavre de Schnapsgibt es hier zu sehen.

NOISES IN THE BLOOD: THE NOISE THAT IT MAKES IS PART OF THE MEANING

In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht Lua Ribeira (GB, Newport) die Urinstinkte des Menschen als anthropologische Konstante. In ihren Fotografien untersucht sie aktuelle Tabus der modernen, westlichen Gesellschaft und nonkonforme Verhaltensweisen unter den Aspekten, Andersartigkeit, Leidenschaft, Rasse, Kultur und Politik. In der Serie „Noises in the Blood“ taucht sie in die Welt des „Dancehall“ ein und bildet die Essenz dieses Rituals in einer rauen Bildästhetik ab. Sie zelebriert in ihren Bildern die vielschichte kulturelle Kollison von Dancehall in der westlichen Rezeption und den (aus ihrer Sicht) damit verbundenen andauernden Fehlinterpretationen.

Dancehall“ entstand in den 1940er-Jahren in Jamaica als subkulturelle Bewegung der Bewohner der Innenstadt Kingstons, denen der Zutritt zu großen Tanzpartys, sogenannte Dances in Uptown Kingston verweigert wurde. Beeinflusst von afrikanischen Rhythmen, der Reggae Kultur und „American Gangster“ Attitüden (u.a.), ist Dancehall heute ein Kulturraum für Musik, Lyrics, Tanz und Fashion. Sprechgesang auf Patois (das jamaikanische Kreolisch) wird mit partytauglicher, beat- und basslastiger Musik kombiniert. Seine „schmutzige Sprache“ und die, mit viel Sorgfalt hergestellten, extrem provokativen und farbenfrohen Outfits und Perücken erheben sich gegen moralische Werte und gesellschaftliche Konventionen. Frauen und Männer inszenieren in diesem Ritual ihre Sexualität in einer zweideutigen Atmosphäre von Abscheu und Verlangen. Sie feiern den Tanz in einer Art theatralischer Selbstoffenbarung, bei dem der Körper beredt seine Fähigkeit zum Ausdruck bringt, materielle Deprivation zu erdulden und zu überwinden. Insbesondere Frauen präsentieren ihre Körperbeherrschung und stellen sich gekonnt mit erotischen Becken-Bewegungen zur Schau. Von der Oberschicht oft vereinfacht als vulgär und misogyn dargestellt, verzeichnen die Höhepunkte des Dancehall jedoch Momente von tiefer Trance, Gewalt, Sex und Drama. Ergriffen vom Konzept dieses Rituals, wird Dancehall zu einem spezifischen kulturellen Verständnis universaler Themen.

In „Noises in the Blood“ findet Dancehall an gewöhnlichen Orten Großbritanniens statt, in Eigenheimen, Parks oder Clubs. Die jamaikanische Community in Großbritannien pflegt ihre Tradition und Identität in einem Land, das sie einst versklavt und kolonisiert hat. Das kulturelle Netzwerk zwischen beiden Ländern führt dazu, dass sich die jamaikanische Folklore auch in der britischen Gesellschaft weiter entfaltet. Simon Bainbridge (Editorial Director at British Journal of Photography) schreibt: “Lua’s work intrigued me from the first picture. You are immediately confronted by this quite harsh aesthetic […]Her preoccupation with ideas about diaspora, the exotic, cultural assimilation and resistance, all come through in this heady stew of images.”

Lua Ribeira (*1986, Galicien) macht gerade den Abschluss in Dokumentarfotografie an der University of South Wales, Newport.

www.luaribeira.com | ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 8. Mai 16-18 Uhr

Cadavre de Schnaps
CADAVRE DE SCHNAPS

Let bad things happen, Live-Musik

„Eine echte Underground Perle“ nannte die Stadtrevue Cadavre de Schnaps, ein DIY-Projekt des Wahl-Kölners Jeong-Il Sin und zählte sein neues Album „Let bad things happen“ zu den sechs besten Kölner Alben des Jahres 2015.Der koreanisch-stämmige Songwriter mit Vorliebe für Punk- und Indierock schuf ein ungeschliffenes Stück Musik, das abseits des Mainstreams eine rohe, ehrliche Dringlichkeit ausstrahlt.

„Let Bad Things Happen ist einerseits ein experimentelles Folk-Album, die verschlungenen Songstrukturen deuten jedoch in Richtung Artrock. Und die Haltung ist Punk.“ (Stadtrevue, Oliver Minck)

Bei seinen Live-Auftritten präsentiert Jeong-Il Sin die Songs auf der Akustikgitarre. So kommt die sehr direkte Emotionalität seiner Musik klar zum Ausdruck, die durch seinen extrovertierten Gesang verstärkt wird.

http://cadavredeschnaps.bandcamp.com/releases

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen