Wir haben Gäste am 03. November 2017

© Anja Schlamann

 

Anja Schlamann
ERSIEUNDICH
03/11 – 10/12/2017
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Eröffnung: Freitag, 3. November 2017 ab 20 Uhr
Live-Musik von Parcours: Sphärischer Indie Pop

 

Ein Bauer, ein Ingenieur und ein Beamter – drei männliche Identitäten. In ihrer Serie ErSieundIch zeigt Anja Schlamann klischeehaft konstruierte Ausschnitte aus dem Dasein eines Mannes, der scheinbar drei verschiedene Leben lebt: das eines westfälischen Bauern, das eines bürgerlich lebenden Beamten und das eines kosmopolitischen Ingenieurs.

Anja Schlamann ist für ErSieundIch in die Rolle ihres Bruders Lukas geschlüpft und hat ihn, der vor 40 Jahren im Säuglingsalter gestorben ist, wieder zum Leben erweckt. Die seit vier Dekaden bestehende Leerstelle wird in dieser selbstreflexiven Performance gefüllt und oszilliert zwischen Inszenierung und Wirklichkeit. Hier mehr lesen

 

Parcours

© Parcour GbR Foto:Tanja Stojanovic

Parcours verpacken Stimmungen in kleine Soundtracks. In ihren Songs suchen sie die Grautöne zwischen Sicherheit und Zweifel, Nähe und Distanz, Gehen und Bleiben. Und das gilt auch für den Sound der Band: Schimmernde, offene Gitarrensounds, weite Akkordflächen, zweistimmiger Gesang, mal satte, mal sanfte Beats. Kurz gesagt: Sphärischer Indiepop. Gegründet wurde Parcours 2015 in Köln, die Debüt-EP “Asteroids” gab‘s im Herbst 2016 mit dazugehöriger Tour durch Deutschland und die Niederlande.

www.parcoursmusic.com
www.facebook.com/parcoursmusic

Finissage am 15.10.2017

© Birte Kaufmann

 

Birte Kaufmann
Gjakmarrje – In the blood
08/09 – 15/10/2017
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Hier gibt es Bilder von der Eröffnung zu sehen!

One of their rules is: Who takes blood has to give blood. The only protected place is the house. An Albanian family involved in a blood feud: A photo essay of the death foretold.

Eine albanische Familie und ihr Leben in Blutrache: Der Fotoraum Köln zeigt einen fotografischen Essay von Birte Kaufmann über den angekündigten Tod
Wird ein Mann getötet, muss das Blut des Täters fließen: Wer Blut nimmt, muss Blut geben. Das Phänomen der Blutrache (Gjakmarrje) in Albanien ist für die involvierten Familien eine nicht enden wollende, todbringende Spirale aus Schuld und Sühne, Gewalt und Isolation. Ganze Generationen werden in die Blutfehden verwickelt. Es gibt viele Tote und Verletzte, Kinder werden zu Waisen, Angehörige begehen aus Verzweiflung Suizid und Männer sowie männliche Jugendliche können aus Angst, auf offener Straße ermordet zu werden, ihr Haus nicht mehr verlassen: Vergebung ist nicht vorgesehen. Einmal im Raum, ist die Dynamik des Tötens kaum zu stoppen. Mit ihren eindringlichen, bedrückenden, aber auch poetischen Bildern taucht Birte Kaufmann tief in die Lebenswelten der betroffenen Menschen ein. Mit einem empathischen Blick hinter die Kulissen und immer nah an den Menschen, gibt sie uns Einblick in das Elend der grausamen Tradition der Blutrache.

www.birtekaufmann.de

 

AIC ON 2017

 

AIC ON 2017
Birte Kaufmann
Gjakmarrje – In the blood
06/10 – 07/10/2017

Der Fotoraum Köln e.V. lädt herzlich zu AIC ON ein und präsentiert die laufende Ausstellung von Birte Kaufmann.
Die Wochenendveranstaltung AIC ON ist ein jährliches Gemeinschaftsprojekt der Kölner Kunstinitiativen.

Eine Übersicht besonderer Events im Rahmen von AIC ON 2017 sowie eine Auflistung aller Ausstellungen, die an dem Wochenende zu den gemeinsamen Kernöffnungszeiten in den beteiligten Kunstinitiativen zu sehen sind, finden Sie hier. Das Grand Finale findet schließlich am Samstag, 07.10., ab 20 Uhr, in der WERFT 5statt. Welcome everybody!

Der aktuelle gedruckte AIC-Index 2017/2018 mit Übersichtskarte liegt in den beteiligten Räumen und an zentralen Orten aus oder kann hier heruntergeladen werden.

 

Wir haben Gäste am 8. September 2017

© Birte Kaufmann

 

Birte Kaufmann
Gjakmarrje – In the blood
08/09 – 15/10/2017
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Eröffnung: Freitag, 8. September 2017 ab 20 Uhr
Live-Musik von Luise Weidehaas

Hier gibt es Bilder von der Eröffnung zu sehen!

Die Einführung zur Ausstellung hält Damian Zimmermann.

One of their rules is: Who takes blood has to give blood. The only protected place is the house. An Albanian family involved in a blood feud: A photo essay of the death foretold.

Eine albanische Familie und ihr Leben in Blutrache: Der Fotoraum Köln zeigt einen fotografischen Essay von Birte Kaufmann über den angekündigten Tod
Wird ein Mann getötet, muss das Blut des Täters fließen: Wer Blut nimmt, muss Blut geben. Das Phänomen der Blutrache (Gjakmarrje) in Albanien ist für die involvierten Familien eine nicht enden wollende, todbringende Spirale aus Schuld und Sühne, Gewalt und Isolation. Ganze Generationen werden in die Blutfehden verwickelt. Es gibt viele Tote und Verletzte, Kinder werden zu Waisen, Angehörige begehen aus Verzweiflung Suizid und Männer sowie männliche Jugendliche können aus Angst, auf offener Straße ermordet zu werden, ihr Haus nicht mehr verlassen: Vergebung ist nicht vorgesehen. Einmal im Raum, ist die Dynamik des Tötens kaum zu stoppen. Mit ihren eindringlichen, bedrückenden, aber auch poetischen Bildern taucht Birte Kaufmann tief in die Lebenswelten der betroffenen Menschen ein. Mit einem empathischen Blick hinter die Kulissen und immer nah an den Menschen, gibt sie uns Einblick in das Elend der grausamen Tradition der Blutrache.

www.birtekaufmann.de

 

Luise Weidehaas

Foto: © Bülent Kirschbaum

Man kann es spärlich nennen, eine Frau, eine akustische Gitarre, selbstgeschriebene deutsche Texte, spärlich und längst bekannt, diese Überinstrumentalisierung des Ichs, Ich, ichiger, am ichigsten. Doch Luise klingt neu, neu in ihren jazzigen Phrasierungen, neu die Stimme, die eine ganz eigene Phonetik ihr Eigen nennt und neu in der verbalen Archäologie dessen, was „diese kurzen Sequenzen“, die Momente, bedeuten können. Luise baut die Gitarre wie einen sorgsamen Schutzwall um die fragilen Texte, sie baut ein Netz, um die Zartheit im Text fangen und zurückwerfen zu können, nicht auf sich, auf uns. Das Subjekt ist bei ihr keine Norm, ihre Texte spiegeln sich im Hörer, reflektieren ihn, zeigen die momentane Klarheit dessen, was uns das Gefühl stumm und kollektiv zusammenfasst. Text: Anja Schürmann

www.luiseweidehaas.de

 

Wir haben Gäste am 23. Juni 2017

ENGLISH

Foto: Aymeric Fouquez

 

Aymeric Fouquez
NORD
23.06. – 30.07.2017
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Eröffnung: Freitag, 23. Juni 2017 ab 20 Uhr
Live-Musik von Samuel Horn

Bilder der Eröffnung gibt es hier zu sehen!

„Und dann mit einem Mal war die Erinnerung da…“ (Marcel Proust)

Fußballspielen zwischen Gräbern, Picknick auf den Grabsteinen, die Sonntagmorgen bei der Oma: Der französische Künstler Aymeric Fouquez verband Bilder der unzähligen Kriegsfriedhöfe des Ersten Weltkriegs in seiner Heimat lange nicht mit der historischen Schwere dieser Orte. Für ihn sind sie untrennbar mit dem Glücksgefühl unbekümmerter Kindheitstage verflochten. Wie der Geschmack der Madeleine, dem in Lindenblütentee getunkten Gebäck, im berühmten Roman von Proust, führen ihn die Gräberfelder der nordfranzösischen Landschaft und belgischen Küste in das Reich der Erinnerungen. In der Welt des kleinen Aymeric gab es dort die vielen schönen Ausflüge mit der Großmutter zu den sorgfältig gepflegten Einfriedungen in der direkten Nachbarschaft. Friedhöfe, als friedliche und sichere Orte, gut um ein Kind stets im Auge behalten zu können. Orte, an denen man als Kind dem langgehegten Traum frönen konnte: Kicken wie Michel Platini, dem Meister des französischen Fußballs. Wo ginge das besser als auf feinem „englischen Rasen“?

In Frankreich ist der Erste Weltkrieg, „La Grande Guerre“, als Teil der Erinnerungskultur anhand unzähliger Denk- und Mahnmale immer präsent. Zahlreiche Friedhöfe erinnern an die vielen geopferten Menschenleben und prägen das Landschaftsbild bis heute.HIER mehr über die Serie lesen

 


Foto: Ingo Solms / theaterfotografie.koeln

 

Samuel Horn
Diesel und Fisch

diesel und fisch und nebenan wurde
ein stahlgerüst sandgestrahlt
wir hievten das hackfleisch und eistee an bord
und gingen auf große fahrt

samuel horn (g, voc)

 

ÖFFNUNGSZEITEN: Nach der Eröffnung, jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 30. Juli 2017, 16-18 Uhr

 

 

Finissage Christel Schulmeyer

Christel Schulmeyer
Im Nahbereich
23/04 – 28/05/2017
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Finissage: Sonntag, 28. Mai 2017 14-18 Uhr

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