Wir haben Gäste – Jeffrey Ladd & TULP

 

JEFFREY LADD
THE AWFUL GERMAN LANGUAGE
30.08. – 06.10.2019
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Eröffnung: Freitag, 30. August 2019 ab 20 Uhr
Live-Musik von TULP

2011 zog der amerikanische Fotograf Jeffrey Ladd nach Köln und begann, seine Umgebung zu fotografieren, während er die Grundlagen der deutschen Sprache lernte. Dabei sammelte er Listen interessanter deutscher Vokabeln, die er neben seinen S/W-Fotografien anordnete; zwei verschiedene Arten von Sprache – eine visuell, eine verbal – beschreiben so sein Gefühl für die neue Heimat.

The Awful German Langauge, das den Titel des amerikanischen Satirikers Mark Twain entlehnt, umfasst einen Zustand, in dem die Kombination von Wort und Fotografie je nach Leser Resonanz finden oder dissonant und verwirrend bleiben kann. Die Arbeit ist zum Teil von der deutschen Kinderfibel (Bilder- /Wortbücher) inspiriert, einem gängigen Lernmittel zur Objektidentifikation. Diejenigen, die fließend Deutsch sprechen, können die Gegenüberstellung „lesen“, indem sie eine direkte Verbindung zwischen bestimmten Wörtern und dem Foto auf der Seite herstellen, während die Listen mit unbekannten Begriffen für englische Leser in einer rein visuellen Form erscheinen und die Leser in der Sprache verloren gehen – Ladds Erfahrung bei der Ankunft in Deutschland.

Jeffrey Ladd ist ein amerikanischer Künstler, der 1968 in Elkins Park, Pennsylvania, geboren wurde. Der Absolvent der School of Arts lebt und arbeitet in Köln. Ladd setzt sich nicht nur künstlerisch mit dem Medium Fotografie auseinander, sondern auch in der Theorie.  Er ist Gründer von Errata Editions, einem unabhängigen Verlag, dessen Books on Books-Serie für ihr Stipendium für seltene und vergriffene Fotobücher viele Auszeichnungen erhalten hat.

In 2011 the American photographer Jeffrey Ladd moved to Koeln Germany and began photographing his surroundings while learning the basics of the German language. In the process, he collected lists of interesting German vocabulary words which he juxtaposes next to his black and white photographs; two different types of language – one visual, one verbal – describing a sense of his new home.

jeffreyladd.com

 

 

TULP

Mit Veröffentlichung von „Komm, geh“ im Jahr 2016 bewegte sich Tulp weiter in den Bereich des musikalischen Impressionismus. Auch in intimeren Solo-Sets tastet sich Kay Lehmkuhl als Sänger und Kopf der Formation ins Ungewisse vor. Der unbedacht hingeworfene Widerspruch, das Gewöhnliche, das sich bei genauerer Betrachtung als seltsam entpuppt, ist eine Triebfeder in den Texten. Meist beginnen Tulp-Songs sanft, ein ominöser Akkord nimmt Dich an die Hand, möchte Dir etwas zeigen – der Raum zwischen Indie-, Folk- und Post-Rock wird bespielt. Es geht um Wandelbarkeit, von Mensch und Musik. In bedachter Tiefe und mit kraftvollen Assoziationen wird das entschiedene Verneinen des Stillstands besungen.

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