Eine Gruppenausstellung im Rahmen der 19. Photoszene im Fotoraum Köln
Im Fotoraum fand im Rahmen der 19. Photoszene Köln eine Gruppenausstellung vom 1.9. bis 1.10.20008 statt. Katrin Klosterkötter, Sibylle Mall und Bernadette Jansen stellten neue fotografische Arbeiten vor.
Katrin Klosterkötter
“Krasny Bor” heißt auf Russisch “rotes Wäldchen und es gbt meist zahleiche von ihnen in Rußland, kleine Siedlungen städtischen Typs.
Auch bezeichnet man so in St. Petersburg einen Radiosender und 20km südlich gelegen sogar die größte Sondermülldeponie in Nordwetrußland. 200km nordöstlich von St. Petersburg besuche ich im März 2008 ein gleichnamiges Dorf. Es liegt zwischen dem Ladoga- und Onegasee. Hier ibt es keine Wasserleitung und keine zentral geregelte Heizung. Überhaupt liegen die hundert bis zweihundert Jahre alten Holzhöuser zu dieser Jahreszeit fast komplett verschneit, fast unbewohnt, fast unwirklich, das vergessen ganz für ich allein in einer großen und stillen Landschaft. “Fast eine Kindheitserinnerung”, kommt mir ins Bewusstsein. Mein Vater erzählte mir gerne geschichten aus Russland, die er erfunden oder während seiner Keigs- und Gefangenenjahre erlebt hatte. Kurz vor dem Einschlafen, wenn ich Mittagsruhe halten sollte und er Büropause hatte zwischen zwei und drei Uhr nachmittags, versickerte oft sene Stimme mitten im Satz und es kam mir unheimlich und fern vor wie er manchmal erschöpft einschlief. Doch nun kommt mit fast wie aus dem Schlaf gerisen diese Landschaft, das Dorf “Krasny Bor” so vertraut und nah vor, als würde ich es lange kennen und nicht gerade zum ersten Mal sehen.
Die Ausstellung zeigt etwas 25 Fotografien dieser Reise und präsentiert zu dieser Arbeit ein kleines Booklet.
www.katrin-klosterkoetter.de
Sibylle Mall
Kalk Cafes 2008
Bei einem Spaziergang durch Köln Kalk kann man sie nicht übersehen: die türkischen Cafes. Nahezu an jeder Ecke des Viertels sitzen dort vorwiegend muslimische Männer, die sich austauschen, Tee trinken, Karten spielen und Zeitung lesen. Als Deutsche findet man hier eher nciht den Weg hinein, zu fremd scheint diese Welt zu sein mit ihren Neonröhren, türkischen Nationalflaggen und überdimensionalten Flachbildschirmen. Um diese Orte fotografisch zu erforschen, bin ich über die vermeintliche Schwelle getreten. Dabei bich ich auf eine sehr ungewöhnliche Auffassung von Ästhetik gestoßen.
www.sibyllemall.de
Bernadette Jansen
Atoreflexionen 2007/2008
Momentsaufnahmen im Lack: Reflexionen, die auf glatten Oberflächen geparkter Autos entstehen. Die Fotoserie spiegelt die gewohnte Umgebung in einem anderen Licht wider. Das unmittelbate Umfeld erscheint auf den reflexionflächen verfremdet und wird ui einer neuen Welt im Kleinen. Architektur und Natur verschmelzen mit den Formen, Farben und Linien des Autos. Es entstehen verzerrte Muster und teilweise bizarre Formen. Statisches bekommt eine eigene Dynamik und Sehgewohnheiten werden gebrochen. Ein kurzlebger Mikrikosmos, der im Alltag beim Vorbeigehen normalerweise kaum Beachtung findet.
www.bernadettejansen.de

