Monika Czosnowska – Werkschau

Das Motiv zeigt eine Portraitfotografie aus der Serie "Eliten" von Monika Czosnowska. Zu sehen ist ein Junge mit weißen T-Shirt, der den Betrachter gedankenverloren anschaut. Es handelt sich um einen Schüler einer Eliteschule des Sports aus Berlin.
© Monika Czosnowska

MONIKA CZOSNOWSKA
WERKSCHAU
27.06.-08.08.2026

ERÖFFNUNG: SAMSTAG, DEN 27. JUNI UM 19:00
LIVE-MUSIK VON ALBERT LUXUS ~20:00

WERKSCHAU

Monika Czosnowska zeigt in ihrer Werkschau im Fotoraum Porträts von Kindern und Jugendlichen aus den Serien Eliten (2017), Chorknaben (2007) und Eleven (2008). Im Zentrum ihrer künstlerischen Arbeit steht seit vielen Jahren die Darstellung des Menschen. Ihre Porträtfotografien zeigen oft Angehörige von Berufs- oder Interessensgruppen, die im heutigen Alltag nur selten präsent sind, darunter Novizen, Pfadfinder, Mitglieder eines Kinderchors oder junge Leistungssportler einer Berliner Eliteschule des Sports.

Ihre Porträts entziehen sich aktuellen Bildkonventionen und verweisen auf eine Wirklichkeit, die hinter dem Sichtbaren liegt. Monika Czosnowska richtet den Blick auf das Innere des Menschen. Die Künstlerin verzichtet bewusst auf große Gesten sowie inszenierte Posen und konzentriert sich bei ihren Porträts auf das Gesicht und den Oberkörper. Entrückt, ernst und von stiller Reife geprägt, scheinen die Dargestellten dabei in eine eigene Gedankenwelt versunken zu sein. Oft richten die Modelle ihren Blick am Betrachter vorbei. Ihre Präsenz entzieht sich dadurch einer unmittelbaren Kontaktaufnahme und verweigert die Erwartungen einer schnellen Identifikation. Es entstehen intime, wahrhaftige Aufnahmen: Momente der Selbstvergessenheit, in denen die fotografierte Person aufhört, sich selbst zu kontrollieren und eins mit sich und dem eigenen Körper zu sein scheint. Mit der bewussten Wahl einheitlicher oder uniformierender Kleidung reduziert die Künstlerin zusätzlich individuelle Merkmale der Porträtierten und lässt das Persönliche in den Hintergrund treten. Gezielt wählt sie Personen für ihre Porträts aus, deren Physiognomien aus einer anderen Zeit zu stammen scheinen oder zeitlos wirken. Viele ihrer Modelle (Eleven) findet sie in ihrem Heimatland Polen. In ihnen erkennt sie Aspekte, die mit ihrer persönlichen Erinnerungswelt in Resonanz treten, etwa durch ihr Aufwachsen oder ihre Familie.

Monika Czosnowska (* in Stettin, Polen) studierte Fotografie an der Folkwang Universität der Künste in Essen bei Prof. Bernhard Prinz und Prof. Herta Wolf. Ein Erasmus-Aufenthalt führte sie an die Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. Sie war u.a. Preisträgerin bei „gute aussichten – junge deutsche fotografie“ (2004) und Stipendiatin der ZF Kunststiftung in Friedrichshafen. 2006 wurde ihr der Förderpreis der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland verliehen. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt.

Homepage der Künstlerin: https://www.monika-czosnowska.de/

ALBERT LUXUS – LIVE MUSIK

Das Motiv zeigt Matthias Sänger, den Songschreiber und treibende Kraft der Band Albert Luxus.
© Albert Luxus

Albert Luxus veröffentlichen seit 2008 Musik. In ihrer Diskografie finden sich vier Alben und eine EP – geprägt von einem eigenwilligen Mix aus Indie, Pop und Folkrock, oft mit einem Hauch nostalgischem 50s-Flair. Lässig-leichte Gitarren treffen auf kühle, kratzige Analogsynths und verschmelzen mit verzwickten Texten, die offen bleiben für eigene Lesarten.

Nach dem letzten Album YinYin (2021) melden sich Albert Luxus nun mit der neuen EP „Nie so“zurück. Die Songs wurden als Trio (Gitarre, Bass, Schlagzeug) live eingespielt und erzählen von einer Welt im inneren wie äußeren Ausnahmezustand. In fünf Songs werden Zustände durchmessen, die zwischen Überforderung, Entfremdung, Trotz, zärtlicher Nähe und Resignation schwanken. Die Texte sind oft fragmentarisch, dabei poetisch verdichtet, und öffnen Räume zwischen urbaner Melancholie, ironischer Gesellschaftskritik und persönlicher Verwundbarkeit.

Songschreiber und treibende Kraft Matthias Sänger stand bereits im Vorprogramm von AnnenMayKantereit, Wanda oder Sportfreunde Stiller auf der Bühne. 2021 veröffentlichte er gemeinsam mit Ex-Blackmail-Sänger Aydo Abay unter dem Projektnamen Freindz das Album High Times in Babylon.
Hier gehts zur Homepage der Band: https://albertluxus.de/