Wir haben Gäste am 20. Januar 2017

Paula Winkler Exceptional Encounters
Zero Solaris Weiße Flächen und Rosa Rauschen
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Eröffnung: Freitag, 18. November 2016 ab 20 Uhr

Der Akt, die Abbildung des nackten menschlichen Körpers, ist eines der ältesten und vielfältigsten Genres der Kunst. Vor allem die Darstellung des nackten weiblichen Körpers scheint heute zu einer Selbstverständlichkeit in Kunst und Öffentlichkeit geworden zu sein. Im Gegensatz dazu wird mit dem Blick auf den nackten Männerkörper viel zurückhaltender umgegangen.
Anknüpfend an das große Spektrum von Akt-Darstellungen in der Fotografie dekonstruiert Paula Winkler gewohnte
Körperbilder und setzt sich mit Rollenklischees von Künstlern und Betrachtern auseinander.
In ihrer Serie „Exceptional Encounters“ (2011), zeigt Paula Winkler Porträts von nackten Männern, die auf der Suche nach Sexualpartnerinnen Kontaktanzeigen geschaltet hatten.

 

Zero Solaris:Weiße Flächen und Rosa Rauschen (Noise-Pop, Organ-Song)


Fotos bei Rotlicht im Labor zu vergrößern ist ein handwerklicher Vorgang, der die Erinnerung an die fotografierte Situation auf eine spezielle Art und Weise verändert und verklärt – ein magischer und geheimnisvoller Vorgang, der auch in Antonioni´s Film „Blow Up“ eine große Rolle spielt. Das prozesshafte Geschehen tritt dabei in den Vordergrund. In den englisch-, deutsch- und französischsprachigen Songs von Weiße Flächen und Rosa Rauschen geht es um Fotografie, um den Vorgang des Erinnerns, um Konzentration und um Projektion. Die Songs wurden bisher nicht veröffentlicht und sind bis auf Weiteres ausschließlich bei Live-Auftritten zu hören. Zero Solaris wird für das Konzert im Fotoraum seine Stimme, eine Mundharmonika sowie eine alte Philips Philicorda GM 774-Orgel mit Gitarren-Effekten benutzen.
Zero Solaris ist ein Projekt des Musikers und Schauspielers Oliver Bedorf, bei dem es in erster Linie um den Song als künstlerische Ausdrucksform geht.

 

 

Wir haben Gäste am 18. November 2016

DE|EN

Claus Stolz
Solitär
18/11 – 18/12/2016
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Eröffnung: Freitag, 18. November 2016 ab 20 Uhr

BILDER VON DER ERÖFFNUNG HIER KLICKEN

Das Künstlergespräch zur Eröffnung führt Damian Zimmermann
Live-Musik von Mythos Amerika in “Blessings of Liberty”

Licht – das liegt in der Natur der Sache – ist der wichtigste Faktor, um eine Fotografie herzustellen, denn ohne thermische oder nicht-thermische Strahlen kann auch kein Foto entstehen – in der Regel hält der analoge Film oder der Sensor einer Digitalkamera die von den fotografierten Objekten reflektierten elektromagnetischen Wellen auf. Doch wenn Claus Stolz (geboren 1963) fotografiert, will er die gesamte Kraft der Sonne für seine Bilder nutzen. Wobei: Fotografieren kann man das, was der gebürtige Mannheimer macht, eigentlich nicht nennen. Zwar benutzt er analoge Filme, eine Kamera und sehr viel   Licht für seine Bilder – aber sein Ziel ist nicht die Fixierung eines Moments und die Belichtung seines Filmmaterials, sondern nichts weniger als dessen Zerstörung durch eben diesen Moment. Denn Claus Stolz’ (Ab)bilder sind keine Fotografien im herkömmlichen Sinne, sondern zeigen das, was übrig bleibt, wenn sich die Sonne bei einer Langzeitbelichtung im wahrsten Sinne des Wortes in das Negativ einbrennt: Sie erschafft ein Bild, ein Unikat, indem sie es durch Licht und Wärme zerstört.

Die Ergebnisse nennt Stolz Heliografien (also Zeichnungen der Sonne) und sie sind nahezu vollkommen abstrakt und lassen nur erahnen, was dort eigentlich genau passiert ist. Sie erinnern genauso an Mikroskop- wie an Teleskopaufnahmen, sie können genauso stark vergrößerte Zellen oder Insektenaugen wie Lichtjahre entfernte explodierende Sonnen oder Galaxien sein. Mal sind sie bunt wie ein Kaleidoskop, dann wieder einfarbig mit zahlreichen kleinen Bläschen wie bei einer Zellteilung. Mal sehen sie aus wie wahre Schmuckstücke, dann wie die Computertomografie eines menschlichen Kopfes.

All diese Erscheinungen hängen von der Intensität des Lichts, aber auch vom verwendeten Filmmaterial ab: Stolz nutzt Planfilm, also einzelne Negative, die er als Blätter in seiner robusten Mittelformatkamera verwendet und das Material für mehrere Sekunden, Minuten oder auch Stunden belichtet. Die Linse ist dabei genau auf die Sonne gerichtet bis es zu schmoren, schwelen und brennen beginnt. Es sei nicht nur ein mal vorgekommen, dass er sich dabei eine Kamera ruiniert habe, so Stolz. Kodak-Filme würden übrigens gelber brennen als Fujifilme, Agfa erzeuge hingegen Blautöne, der Schwarzweiß-Diafilm bringt allerdings feinste Grautöne mit Nuancen von Gold hevor während Ilford zu Braun neige.

Es gibt aber auch die Aufnahmen, in denen der Sonnenverlauf klar nachvollziehbar wird, weil es einen langgezogenen Licht- und Brandstreifen, vielleicht sogar unterbrochen von Wolken, die sich zwischenzeitlich vor die Sonne geschoben haben, auf dem Negativ gibt. Sie entstehen bei Belichtungen (oder sollte man hier besser von „Verbrennungen“ reden?) länger als 30 Sekunden. Mit dieser Vorgehensweise gehört Stolz eindeutig in die Kategorie der „konkreten Fotografie“ – wobei „radikale Fotografie“ sicher der passendere Begriff wäre.       

Damian Zimmermann

ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 18. Dezember, 16-18 Uhr

www.clausstolz.de | www.damianzimmermann.de

 

Mythos America
Blessings of Liberty

MYTHOS AMERIKA is based in Cologne and plays a number of instruments simultaneously using his hands, feet, limbs, and various electronic contraptions. His music is both emotionally involving and clinically aloof. His lyrics comment on common aspects of everyday life as well as bizarre phenomena of twenty-first century (cyber-)culture. He approaches the myths underlying contemporary culture with a style both playful and serious, respectful and iconoclastic. As a matter of principle, he’d like to take a stand, but refuses to choose sides.

Live-Musik im Rahmen von WIR HABEN GÄSTE ab ca. 21 Uhr, Performance circa 30 Minuten

Mythos America auf Soundcloud

 

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Photoszene Festival Köln am 23. September 2016

 


Julia Horn · Bernadette Jansen ·
Francesca Magistro · Sibylle Mall

INNENLEBEN

Vernissage am 23.09.2016 ab 20 Uhr
mit Live-Musik von DROMO ILUVU ab 21 Uhr

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»Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht.« (Joachim Ringelnatz)

Gruppenausstellung von Julia Horn, Bernadette Jansen, Francesca Magistro und Sibylle Mall: Vier Facetten, die ineinander greifen, vier Perspektiven, die sich ergänzen – das ist INNENLEBEN, der Beitrag des Fotoraum Köln e.V. zum Thema „Innere Sicherheit – The State I Am In“ des Photoszene-Festivals Köln 2016.

Auf der Suche nach einem sicheren Ort entdecken wir diesen im vermeintlichen Idyll der deutschen Mittelstandsfamilie ebenso wie in scheints trostlos verlassenen Räumlichkeiten, die dann Menschen auf der Flucht als Unterschlupf dienen: Hier die Konstanz, dort die Relikte des Auf- bzw. Zusammenbruchs.
Dazu sehen wir Bilder von Familie, die ein Abenteuer illustrieren, das alltäglicher und aufregender nicht sein könnte – zerbrechlich und felsenfest zugleich, getragen von Liebe und der immerwährenden Sehnsucht nach der Unvergänglichkeit von Glück.
Dieses Zutrauen in die Sicherheit der Kindheit wird jäh erschüttert, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft Menschen erschossen werden und die Unbekümmertheit des Alltags rücksichtslosen Ideologen zum Opfer fällt.
Und wir erfahren von Zuständen eines hermetischen Rückzugs. Die Wohnung, das Auto, das bildgewordene Hobby an der Wand, der Wohlstandsmüll am Straßenrand, alles wird geschlossen, verpackt, geschützt vor dem, was da draußen ist – und dadurch umso verletzlicher.

Öffnungszeiten Festival Wochenende
23.09.2016 ab 20.00h
24.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
25.09. 11h – 19h mit Kaffee und Kuchen
Öffnungszeiten nach dem Festivalwochenende: jeden Sonntag von 16h – 18h (2.10., 9.10., 16.10.) geöffnet
Finissage 23.10.2016 (Informationen folgen…)

 

DROMO ILUVU



»Wenn ich singe, dann wird mir ums Herz so warm« DROMO ILUVU, Liedermacher zu Köln, Veranstalter von den Konzerten im Öffentlichen Raum.

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern. Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Wir haben Gäste am 8.April 2016

DE|EN

Lua Ribeira Noises in the blood

LUA RIBEIRA
NOISES IN THE BLOOD
09/04 – 08/05/2016

+++FINISSAGE AM 8.MAI 2016+++16-18 Uhr+++mit Kaffee und Kuchen+++

Bilder von der Vernissage am 8. April 2016 mit Live-Musik von Cadavre de Schnapsgibt es hier zu sehen.

NOISES IN THE BLOOD: THE NOISE THAT IT MAKES IS PART OF THE MEANING

In ihrer künstlerischen Arbeit erforscht Lua Ribeira (GB, Newport) die Urinstinkte des Menschen als anthropologische Konstante. In ihren Fotografien untersucht sie aktuelle Tabus der modernen, westlichen Gesellschaft und nonkonforme Verhaltensweisen unter den Aspekten, Andersartigkeit, Leidenschaft, Rasse, Kultur und Politik. In der Serie „Noises in the Blood“ taucht sie in die Welt des „Dancehall“ ein und bildet die Essenz dieses Rituals in einer rauen Bildästhetik ab. Sie zelebriert in ihren Bildern die vielschichte kulturelle Kollison von Dancehall in der westlichen Rezeption und den (aus ihrer Sicht) damit verbundenen andauernden Fehlinterpretationen.

Dancehall“ entstand in den 1940er-Jahren in Jamaica als subkulturelle Bewegung der Bewohner der Innenstadt Kingstons, denen der Zutritt zu großen Tanzpartys, sogenannte Dances in Uptown Kingston verweigert wurde. Beeinflusst von afrikanischen Rhythmen, der Reggae Kultur und „American Gangster“ Attitüden (u.a.), ist Dancehall heute ein Kulturraum für Musik, Lyrics, Tanz und Fashion. Sprechgesang auf Patois (das jamaikanische Kreolisch) wird mit partytauglicher, beat- und basslastiger Musik kombiniert. Seine „schmutzige Sprache“ und die, mit viel Sorgfalt hergestellten, extrem provokativen und farbenfrohen Outfits und Perücken erheben sich gegen moralische Werte und gesellschaftliche Konventionen. Frauen und Männer inszenieren in diesem Ritual ihre Sexualität in einer zweideutigen Atmosphäre von Abscheu und Verlangen. Sie feiern den Tanz in einer Art theatralischer Selbstoffenbarung, bei dem der Körper beredt seine Fähigkeit zum Ausdruck bringt, materielle Deprivation zu erdulden und zu überwinden. Insbesondere Frauen präsentieren ihre Körperbeherrschung und stellen sich gekonnt mit erotischen Becken-Bewegungen zur Schau. Von der Oberschicht oft vereinfacht als vulgär und misogyn dargestellt, verzeichnen die Höhepunkte des Dancehall jedoch Momente von tiefer Trance, Gewalt, Sex und Drama. Ergriffen vom Konzept dieses Rituals, wird Dancehall zu einem spezifischen kulturellen Verständnis universaler Themen.

In „Noises in the Blood“ findet Dancehall an gewöhnlichen Orten Großbritanniens statt, in Eigenheimen, Parks oder Clubs. Die jamaikanische Community in Großbritannien pflegt ihre Tradition und Identität in einem Land, das sie einst versklavt und kolonisiert hat. Das kulturelle Netzwerk zwischen beiden Ländern führt dazu, dass sich die jamaikanische Folklore auch in der britischen Gesellschaft weiter entfaltet. Simon Bainbridge (Editorial Director at British Journal of Photography) schreibt: “Lua’s work intrigued me from the first picture. You are immediately confronted by this quite harsh aesthetic […]Her preoccupation with ideas about diaspora, the exotic, cultural assimilation and resistance, all come through in this heady stew of images.”

Lua Ribeira (*1986, Galicien) macht gerade den Abschluss in Dokumentarfotografie an der University of South Wales, Newport.

www.luaribeira.com | ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung | FINISSAGE: Sonntag, den 8. Mai 16-18 Uhr

Cadavre de Schnaps
CADAVRE DE SCHNAPS

Let bad things happen, Live-Musik

„Eine echte Underground Perle“ nannte die Stadtrevue Cadavre de Schnaps, ein DIY-Projekt des Wahl-Kölners Jeong-Il Sin und zählte sein neues Album „Let bad things happen“ zu den sechs besten Kölner Alben des Jahres 2015.Der koreanisch-stämmige Songwriter mit Vorliebe für Punk- und Indierock schuf ein ungeschliffenes Stück Musik, das abseits des Mainstreams eine rohe, ehrliche Dringlichkeit ausstrahlt.

„Let Bad Things Happen ist einerseits ein experimentelles Folk-Album, die verschlungenen Songstrukturen deuten jedoch in Richtung Artrock. Und die Haltung ist Punk.“ (Stadtrevue, Oliver Minck)

Bei seinen Live-Auftritten präsentiert Jeong-Il Sin die Songs auf der Akustikgitarre. So kommt die sehr direkte Emotionalität seiner Musik klar zum Ausdruck, die durch seinen extrovertierten Gesang verstärkt wird.

http://cadavredeschnaps.bandcamp.com/releases

Wir haben Gaeste

Der Fotoraum Köln e.V. ist Atelier und Ausstellungsplattform zugleich. Ob Dokumentarfotografie, Fotojournalismus oder Landscape, experimentelle, inszenierte oder konzeptionelle Fotografie: In der interdisziplinären Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste” stellt der Fotoraum Köln e.V. internationale Gegenwartsfotografie vor und konfrontiert sie mit Musik, Performance oder Bewegtbildern.

Pressekontakt: presse@fotoraum-koeln.de | Rosanna D’Ortona, Bernadette Jansen

Wir haben Gäste am 22. Januar 2016

+++Verlängerung +++bis Ende März+++Öffnungszeiten nach Vereinbarung+++

 

SIBYLLE MALL 5 JAHRE SPÄTER
BERNADETTE JANSEN 1+1=3
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ZHIVAGO MANUAL OF STYLE, LIVE ab 21 Uhr

BILDER VOM ERÖFFNUNGSABEND GIBT ES HIER.

SIBYLLE MALL 5 JAHRE SPÄTER

Von 2008 bis 2010 hat Sibylle Mall zwei miteinander befreundete kurdische 16-jährige Mädchen begleitet und fotografiert. In einem Buchprojekt ließ sie die beiden Teenager mit ihren Gedanken zu den Themen Liebe, Freundschaft, Religion, Familie und Nationalität zu Wort kommen.Fünf Jahre später hat Sibylle Mall sie noch einmal fotografisch begleitet und sich ihre Geschichte erzählen lassen. Wie haben sich die Lebenswelten der beiden Mädchen verändert? Heute lebt eine von den beiden im kurdischen Teil der Türkei und hat zwei Söhne. Ihre Freundin lebt nach wie vor in Leverkusen, hat eine Ausbildung als Altenpflegerin abgeschlossen und versucht den Spagat zwischen der deutschen Kultur und den Erwartungen der Familie. Die Künstlerin und Sozialwissenschaftlerin Sibylle Mall setzt sich in ihrer künstlerischen Arbeit mit gesellschaftlichen Themen und sozialen Milieus auseinander. Ihr Ziel ist es, die Lebenswelten fotografisch zu erfassen und dabei auch Gedanken und Gefühle der Portraitierten zu transportieren.

 

Bernadette Jansen 1+1=3

BERNADETTE JANSEN 1+1=3

Es sind keine Triptychen im klassischen Sinne, die Bernadette Jansen in ihrer Arbeit 1+1=3 präsentiert. Sie kombiniert ein Bilderpaar mit einem separaten dritten Bild, welches sie auf ästhetischer und/ oder semantischer Ebene mit den beiden ersten Fotografien assoziiert. Die Künstlerin lädt den Betrachter dazu ein, ihr subjektives tertium comparationes*, das sich in einer Stimmung verdichtet, zu teilen. * lat. tertium comparationis: „das Dritte des Vergleiches“

 


LIVE-MUSIK von ZHIVAGO MANUAL OF STYLE

Zhivago Manual of Style: eine Band, zwei Frontmänner. Taylor – der Stichwortgeber – tönt und zupft zum Bossa Nova, das zynische, postmoderne Herz darf endlich schmelzen. Ashforth – der Exzentriker – schlägt sich mit Casio und Inbrunst durch heidnischen Folk und lo-fi Hymnen, Trance und Wahn werden aktiviert. Schöne Harmonien und bruitistische Rhythmen, spontane Stand-up und ehrliche, raue Emotionen – das alles und noch viel mehr kombiniert Zhivago Manual of Style.

AUSSTELLUNGSDAUER: 23.01-21.02.2016 | ÖFFNUNGSZEITEN: jeden Sonntag von 16-18 Uhr sowie nach Vereinbarung

 

Wir haben Gäste am 6. November 2015

FRANCESCA MAGISTRO LUCUS A NON LUCENDO
LJON Kölner Folktrio um Nastja Sittig

Vielen Dank an all unsere Gäste für den schönen Abend! Um ein paar Eindrücke zu gewinnen, was alles los war, könnt ihr hier klicken.

 

FRANCESCA MAGISTRO Lucus a non lucendo

Der Fotoraum Köln e.V. präsentiert mit “Lucus a non lucendo” eine dokumentarische Arbeit von Francesca Magistro (ITA). In dem interdisziplinären Projekt beleuchtet Francesca Magistro mithilfe von Fotografien, dem Medium Zeitung und Interviews in Videosequenzen die Auswirkungen der Erdölförderung in einer der ärmsten Regionen Süditaliens, Basilikata – auch bekannt als Lukanien.
Das eigentlich idyllische Landleben steht im Schatten der nahen Raffinerie.
Über mehrere Jahre begleitete Francesca Magistro mit Foto- und Videokamera u.a. den Alltag des Bauern, dessen Land unmittelbar an die Raffinerie grenzt. Außerdem befragte sie die Jugendlichen in der Umgebung, untersuchte ihren Umgang mit dem Wissen oder Nichtwissen über mögliche negative Auswirkungen dieser Raffinerie auf ihr Leben.

Während die internationalen Konzerne vom Ölgeschäft profitieren, blieb der versprochene Wohlstand für die lokale Bevölkerung aus. Die Region kämpft mit Arbeitslosigkeit und Abwanderung. MEHR…HIER KLICKEN

 

LJON, Kölner Folktrio um die Singer-Songwriterin Nastja Sittig

Was man nicht hört, nicht sieht – das, was zwischen den Zeilen und Noten lebt – knisternd, im Verborgenen: Mit einer Geisterbeschwörung zwischen lyrischem Indie-Folk und minimalistischem Americana zieht die Musik Ljons den Zuhörer in ihren Bann – vertraut und befremdlich, tief und klar, in sich gekehrt und offen zugleich.

Das Kölner Folktrio um die Singer-Songwriterin Nastja Sittig schafft eine knisternde Atmosphäre – und das mit einfachen Mitteln. Filigrane Gitarrenzupfmuster, verschlungene Bassmelodien (Erik Werner) und pulsierende Schlagzeugkessel (Matthias Traschütz) bilden den Erdboden, über

den sich Nastjas Liedergeschichten wie Thoreaus Wälder erstrecken. Eigenwillig nimmt sie uns mit auf die Reise: eine Erinnerung an eine Zeit, in der man oft traurig, aber dafür auch ganz ungebremst glücklich gewesen sein muss. MEHR… HIER KLICKEN

 

 

Fotoraum Köln e.V. | Wir haben Gäste

Der Fotoraum Köln e.V. ist eine Arbeits- und Ausstellungsplattform für zeitgenössische, künstlerische Fotografie und interdisziplinäre Projekte. Der Verein formierte sich 2015 aus der nunmehr 13 jährigen Ausstellungspraxis des Fotoraums – einer privaten Initiative, deren Mitglieder (alle selbst Künstlerinnen) sich in dem Bereichen Bildende Kunst und Musik mit kulturellen und künstlerischen Projekten seit Jahren engagieren.
Ziel des Fotoraum Köln e.V. ist es, einen besonderen Ort für internationale Gegenwartsfotografie zu schaffen und junge Talente zu fördern. Junge Dokumentarfotografie und Fotojournalismus gehören ebenso zum großen Spektrum der präsentierten Kunst wie Landscape, experimentelle, inszenierte und kon-zeptionelle Fotografie. Jedes Jahr werden bis zu fünf Ausstellungen für Gastkünstler in den Räumen eines ehemaligen Ladenlokals organisiert.

In der Ausstellungsreihe „Wir haben Gäste“ präsentiert der Fotoraum Köln e.V. interdisziplinäre Projekte aus den Bereichen Fotografie, visuelle Medien und Musik. Herzstück der Veranstaltung ist die Konfrontation zweier Künstler aus unterschiedlichen Sparten am Eröffnungsabend einer mehrwöchigen Ausstellung. Präsentiert wird zum einen der Fotograf / die Fotografin mit einem eigens für diesen Raum angefertigten Ausstellungskonzept. In Korrespondenz dazu gibt es ein Musikkonzert, einen Audio-Beitrag, eine temporäre Installation oder einen Vortrag. Zwischen beiden Künstlern findet ein Austausch statt, der sich am Abend der Veranstaltung in der Begegnung mit dem Publikum.